Ich hätte niemals gedacht, dass schwarze Socken solche Folgen haben – Männer halt

Zwei Kurzurlaube in Italien und ein Problem mehr. Ich kriege dieses Bild nicht mehr aus meinem Kopf!

Ich war fleißig während meinen beiden Kurzurlauben. Jeden Morgen um sechs raus und ab an den Strand trainieren. Und das, wo ich mich sonst lieber dreimal im Bett umdrehe. Hätte ich an diesem einen Tag auch machen sollen.

Ich bin jedenfalls wie jeden Morgen raus an den Strand. Und dann kam er. Das Meer rauschte. Die Sonne streckte ihre Strahlen nach uns Strandläufern aus. Na ja ich gehöre zu den „Steckengehern“, aber da schlägt man wenigstens zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich sag nur Trizeps-Muskelkater, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls kam er daher. Gut gebaut! Wenig bekleidet! Sonnenbrille - Mädels einfach ein Traum von Mann. So joggte er mir entgegen, dort unten, wo das Wasser den Strand umspielt und der Sand schon feucht ist. Und dann. Ja, dann sind mir seine schwarzen Socken aufgefallen. Schwarze Socken und sonst nichts. Keine Schuhe! Schlimmer als Sandalen mit weißen Socken sage ich euch! Mein restliches Training - hinfällig. Bitte wer kann sich so auf richtiges Gehen konzentrieren. Ich nicht. Meeresrauschen uninteressant. Sonnenstrahlen uninteressant. Die Socken waren schon ganz nass. Ich bin auf Spurensuche gegangen. Und da die am feuchten Sand schon nach wenigen Sekunden von den neuen Wellen aufgesogen waren – übrigens hinterlassen feuchte Socken im feuchten Sand interessanterweise kaum Spuren – war Spurensuche in meinem Kopf angesagt. Mir ist der Typ vom Vortag eingefallen. Nicht weniger attraktiv. Mitten am heißen Nachmittag. Er kam daher während ich so am Strand lag. Auch dort unten beim feuchten Sand. Nein er hatte keine Socken an. Aber einen Ganzkörpertaucheranzug. Alles besser als knielange Blumenbermudas! Aber trotzdem. Männer was soll das?!

 

Ich bin inzwischen auf zwei Lösungen gestoßen. Lösung eins, die mir persönlich ja besser gefällt. Mein Sockenläufer hat die Prinzessin vom bösen Drachen gerettet, indem er ihm die Schuhe an den Kopf geworfen hat, nur wie die Geschichte weiter geht und wieso er jetzt am Strand rumläuft – ich sollte vielleicht bei den Gebrüdern Grimm nachfragen. Variante zwei: Pseudoabenteurer – ein typischer Mann halt. Steinzeitgeprägt. Männer unsere ewigen Helden auf der Suche nach dem Abenteuer. Stellt euch nur vor, da liegt eine tote Krabbe rum, mitten am Strand. Mit der Schere könnte Mann sich beim Draufsteigen doch glatt verletzen so ganz ohne Schuhe. Da ist mit Socken am Strand rumlaufen schon echtes Draufgängertum. Barfußläufer stellen die Königsdisziplin an Pseudoabenteurern dar. Kann mir schon vorstellen, wie mein Sockenläufer heldenhaft in der Männerrunde seine Socke mit Loch vorzeigt! Dass die tote Krabbe zum ausgewachsenen, natürlich lebenden, Mörderkrebs wird, versteht sich von selbst.

 

Zwischen Strandlektüre und weiterer Strandbeobachtung – wer weiß vielleicht kommt ja doch noch der Drache oder mein Sockenläufer wieder vorbei. Die Erkenntnis! Nein nicht auf die Socken bezogen. Strandlektüre zum Danke habe ich den optimalen Beruf für unsere Pseudoabenteurer gefunden. Krimi- & Thrillerautor. Vollkommen ungefährlich! Was soll Mann vor der Tastatur seines Rechners schon groß passieren. Kann man sich beim Tippen den Finger brechen? Und doch kann der Pseudoabenteurer in die tiefsten Untergründe abtauchen und die natürlich schöne Frau retten. Die Helden sind, das versteht sich von selbst, immer die Traummänner schlechthin – und ohne Socken am Strand unterwegs. Sehr viel früher war ich wirklich der irrigen Meinung Autor und Held hätten wenigstens ansatzweise etwas gemeinsam. Denkste! Seit ich das Foto eines schreibenden Autors in Zebra-Leggin (Insider wissen von wem ich spreche) gesehen habe, weiß ich alles. Die Zebra-Leggin - auch so ein Bild das einfach nicht mehr raus will aus meinem Kopf. Was ich von den Krimiautoren halten soll, deren Hauptfigur eine Frau ist, weiß ich noch nicht. Vielleicht hat die ja schon die Erkenntnis ereilt, dass wir Frauen die wahren Helden sind. Eine fortgeschrittene Spezies Mann sozusagen. Meine Theorie vom Idealberuf für Pseudoabenteurer ist übrigens mit Bestsellerlisten untermauert. Männerüberschuss bei den Krimiautoren! Frauen erleben echte Abenteuer – Männern sei Dank.

 

Es gibt sie nämlich, die Männer die „echte“ Abenteuer erleben wollen. Sehr zum Leidwesen von uns Frauen. Glaubt mir ich spreche aus Erfahrung. Mir graut schon vor der nächsten Bergtour – Skitouren sind ja momentan Gott sei Dank nicht möglich. Nein, ich gehe gerne in die Berge. Bis, ja bis zu dem einen Satz meiner besseren Hälfte. Und der kommt immer. Im schlimmsten Fall bei einer Tour gleich zweimal. Ist auch schon passiert und hat sehr viele Kratzer auf meinen Beinen hinterlassen. Seitdem habe ich immer eine lange Hose dabei. Was musste da auch plötzlich dieses Latschenfeld auftauchen. Ja dieser eine Satz verheißt meist nichts Gutes: „Das ist mit Sicherheit eine Abkürzung!“ Ist es selten. Aber immerhin der Satz führt meist zu einer neuen Erkenntnis meinerseits. Meine Highlightliste:

1. Tourenskischuhe sind bis zu einem gewissen Grad wasserdicht. Was musste dieser Bach aber auch mitten durch diese Abkürzung führen.

2. Bergschuhe vertragen nicht jeden Untergrund – irgendwann lösen sich die Sohlen ab. Blöderweise passiert das immer nur bei meinen.

3. Wenn man Tourenski geländebedingt mehr auf der Schulter hat als an den Füßen, kann das abendliche Armmuskeltraining entfallen.

 

Da fällt mir ein, Punkt 2 könnte auch die Lösung für meinen Sockenläufer sein. Wer weiß?! Vielleicht hätte ich ihm einfach nachlaufen und fragen sollen. Hätte ich vermutlich auch gemacht, wenn nicht das Risiko, auf eine dieser ungemein scharfen Killerkrebsscheren zu steigen so hoch gewesen wäre, ich war immerhin barfuß unterwegs ;)

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Kommentare: 7
  • #1

    Carsten Schmelzer (Dienstag, 24 Juni 2014 07:31)

    Habe den Blog jetzt ausführlich gelesen und (als Mann) für gut befunden. Eine Antwort auf meine Frage kann ich leider nicht mehr abwarten. Ist immerhin schon 7 Minuten her. Einerseits reden Frauen gerne und dann wartet man geschlagene 7 Minuten auf eine Antwort. Unglaublich!

    Warum denken Frauen so viel. Genießt den Anblick mit Socken. Erfreut euch an Herren mit Ganzkörper-Neoprenanzügen. Letztes Wochenende war ich in den Bergen. Adriane Gamper habe ich nicht gesehen. Obwohl sie uns versichert, sie geht gerne in die Berge. Wahrscheinlich hat sie auch dieses Mal wieder eine Abkürzung gesucht.

    Manches geht jetzt auch mir nicht mehr aus dem Kopf: Wieso geht man mit Stöcken am Strand spazieren? Was hatte die Autorin an? Weshalb muss man beim morgendlichen Training andere (vorbeikommende) Männer stalken? Wie passen Berge und Strand zusammen?

    Oder war das alles nur ein Traum?

  • #2

    Kurt Weiß (Donnerstag, 26 Juni 2014 11:15)

    Ein toller Einblick in deine (virtuelle) Welt, deine Gedanken und in deine (virtuelle) Beziehung, Adriane.
    Leider erfährt man nichts vom Mann mit Socken...

    Eine Geschichte aus der Wirklichkeit, oder ein humorvolles Produkt auf Basis eines realen Vorkommens?

    Solltest Du dem Sockenläufer in Wirklichkeit begegnet sein, finde ich es schade, dass Du nicht den Mut hattest, ihn anzuhalten und zu fragen:
    "Sog amoi, wie kummt ma auf sowas? Das macht ja Augenkrebs!"

    Hätte mich nämlich auch interessiert, ob es wirklich Socken waren, oder ob es diese neuen dünnen Laufschuhe waren,manchem Wissenschaftler schon Drohungen der "ergonomischen Joggingschuhindustrie" einbrachte (Siehe z.B. GEO 5/2014, leider nicht im Internet verlinkbar)

    Wäre interessant gewesen, was er erzählt, welche Gedanken dieser Mann/dieses Männchen hatte.

    Abenteuer im Kopf und am Strand.
    Und am Berg...

    Ich denk' immer gerne an diese Abenteuer a'la Abkürzung zurück.
    Auch an die Einkaufssafaris, wenn Frauchen sich sicher ist, im andern Geschäft gibt's noch was Besseres, und im nächsten, und nächsten....

    Ähnlich den Abkürzungen deines Liebsten, landet man dann eh mit ein paar Umwegen am selben Punkt. ;)

    Ich liebe diese Abenteuer, weil's "menschelt".

  • #3

    Dirk B. (Montag, 24 November 2014 20:00)

    Als ein Mann, der selbst liebend gerne auf Socken läuft, drängt es mich ein paar Kommentare los zu werden.

    Männer sind manchmal einfach nur pragmatisch und brauchen kein Heldenepos. Socken am Strand tragen sollte jeder (Mann und Frau) einmal ausprobieren um die Vorteile zu schätzen. Ohne Socken versinken die Zehen bei jedem Schritt tief im Sand, so dass bei sehr langen Strandläufen irgendwann die Muskeln in den Zehen weh tun und die Haut zwischen den Zehen aufgerieben wird. Mit Socken sinkt der Läufer weniger tief ein, worauf auch die deutlich geringeren Spuren zurückzuführen sind. Und noch einen kleinen Vorteil gibt es: nasse Socken kühlen und schützen vor sehr heißem Sand, wie er ja manchmal an sonnigen Stränden vorkommt.

    Wer jetzt glaubt, Sockenläufer sind unmodische Weicheier, dem seien folgende Worte ans Herz gelegt: in einer Zeit und in einer Welt, in der alles Modische und Moderne in weiten Teilen der Welt ohne Umwege verfügbar ist, bleibt nur wenig Platz für etwas Besonderes. Tattoos – wer hat die nicht? Diese neuartigen Ohrlochvergrößerer – Allerweltszeug! Superteure High-Tech-Sportschuhe – zig-millionenfach verkauft. Cabrios, Sportwagen, Luxusjachten – alles in Strandnähe in großen Mengen zu bestaunen. Aber was fällt wirklich auf und bleibt in Erinnerung: der Sockenläufer! Auf-Socken-Laufen ist noch etwas Besonderes, eher ungewöhnlich und selten. Eine der letzten Nischen für mutige Individualisten und Helden der Neuzeit.

    Was den modischen Aspekt angeht: Sandalen mit weißen Socken sind auch für mich keine Augenweide, weiße Socken ohne Schuhe manchmal schon. Und Socken bieten so viele Variationsmöglichkeiten. Wer glaubt, dass Socken nicht als modische Accessoires taugen, dem empfehle ich einen Streifzug durch die Strumpfabteilung eines gut sortierten Kaufhauses. Was ein echter Sockenläufer ist, der gibt auch gerne mal ein paar Euro für ein besonders schönes Paar aus. Mag sein, dass schwarze Socken einfach etwas trist sind, dafür aber zu fast allen Gelegenheiten passen, auch zum Strandlaufen.

    Noch ein kleiner Beitrag dazu, wie unterschiedlich Männer und Frauen denken. Auch ich habe Bilder, die ich nicht mehr aus meinem Kopf kriege. So etwa zu meiner Studentenzeit die beiden Blondinen mitten in Paris, beides echte Traumfrauen, aber beide mit Freund. Die beiden Frauen hatten weiße Socken an, die beiden Männer rote. Alle hatten ihre bequem aussehenden Schuhe in der Hand. Die Socken waren an den Sohlen schon ganz schmutzig vom Herumlaufen. Was denkt Mann? Die haben wohl Spaß dran, auf Socken zu laufen! Keine weitere Spekulation notwendig, alle anderen Gründe wären sehr absurd.

  • #4

    adriane-gamper (Dienstag, 02 Dezember 2014 22:29)

    Lieber Dirk,
    danke dir vielmals für deinen erheiternden und vor allem aufklärenden Kommentar. Warst du da etwa als Strandläufer unterwegs ;)

    Da es für mich fast nichts Schlimmeres gibt als nasse Socken, werde ich deiner Empfehlung, einmal selbst mit nassen Socken am Strand zu laufen, nur mit großer Überwindung nachkommen. ABER, man soll ja alles einmal ausprobieren (außer Heuschrecken essen, das hätte ich besser nie ausprobiert).

    Da ich keinen Marathon am Strand laufe (sonst eigentlich auch nicht) bin ich bis jetzt noch in in die Not gekommen mit den schmerzenden Muskeln meiner Zehen oder aufgeriebener Haut zwischen den Zehen Bekanntschaft zu machen ;) Aber für den Fall der Fälle werde ich an deinen Tipp denken!

    Du hast Recht Socken geben viele Variationsmöglichkeiten und ich verstehe auch, dass vielleicht ein praktischer Gedanke hinter den Socken am Strand liegt - wer will für teures Geld erworbene Socken schon ausziehen, nur weil er am Strand unterwegs ist, immerhin soll doch jeder sehen was man hat. So betrachtet bin ich nur froh, dass mein Strandläufer einen so klassischen Geschmack hatte und mir nicht mit Hello Kitty Socken entgegen kam.

    Und zuletzt danke für die Sichtweise eines Mannes. So ganz ohne Hintergedanken und grübeln Sockenläufern zu begegnen ganz egal ob in Paris oder in Italien am Strand, das schafft wohl wirklich nur ihr Männer ;)
    Liebe Grüße
    Adriane

  • #5

    adriane-gamper (Dienstag, 02 Dezember 2014 22:36)

    Lieber Kurt,
    ich muss dir leider gestehen meine virtuelle Welt ist sehr real oder anders gesagt - ich habe leider nicht geträumt! Ich kann dir versichern, zu gerne hätte ich den Mann nach seinen Socken gefragt, aber das war einer dieser seltenen Momente, wo ich absolut sprachlos war ;)

    Und wegen deiner Erfahrung, dass wir Frauen uns sicher sind, dass es im nächsten Geschäft etwas Besseres gibt, sei dir gesagt: meine Empfehlung, bleib IMMER im ersten Geschäft sitzen, wir Frauen kommen sicher wieder zurück und nehmen das, was wir als erstes probiert haben ;) Und am Besten reservierst du das gute Stück gleich, es gibt nämlich nichts Schlimmeres als wenn dieses Teil dann weg ist!
    Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar
    Adriane

  • #6

    Dirk B. (Donnerstag, 04 Dezember 2014 15:02)

    Liebe Adriane,

    ich bin ganz von den Socken (das sagt man doch so, oder?), dass du in Erwägung ziehst, selbst mal in Socken am Strand zu laufen. ABER Vorsicht: anders als Heuschrecken essen sind nasse Socken etwas, was sehr viele Menschen schon selbst am eigenen Leib (oder richtiger ausgedrückt: an den eigenen Füssen) erlebt haben, und dies wahrscheinlich schon in früher Kindheit. Ich will nicht zu sehr entwicklungspsychologisch daherkommen, aber ich glaube, dass die Kindheitserfahrungen das spätere Verhältnis zu nassen Socken nachhaltig prägen. Ich erinnere mich zum Beispiel an vergrabene Füße (mit Socken) im feuchten Sand und an löchrige Schuhe, mit denen ich (absichtlich und gerne) bei warmem (!) Wetter durch Pfützen gelaufen bin. Das sind schöne Kindheitserinnerungen. Meine Einstellung zu nassen Socken wäre wohl eine andere, wenn ich als Kind bei schmuddeligem Dezemberwetter mit undichten Schuhen gegen meinen Willen draußen herumgelaufen wäre. Ohne dass ich das mit Sicherheit weiß, aber es könnte sein, dass deine frühen Sockenerfahrungen nicht so angenehm waren wie meine. In diesem Fall müsstest du dich behutsam, sozusagen in kleinen Schritten den positiven Seiten des Sockenlaufens zuwenden.

    Ist es oberlehrerhaft, wenn ich dazu ein paar Tipps gebe? Nun ja, sei’s drum, ich würde den Kommentar nicht schreiben, wenn ich nicht auch meine Hinweise an die Frau bringen könnte. Erst einmal gilt, dass Socken am Strand durchaus auch dann ihre Vorteile haben, wenn die Trägerin / der Träger nur auf dem trockenen Sand geht. Dass man weniger einsinkt und dadurch weniger angestrengt geht, spürt man recht schnell, wenn man sich darauf konzentriert. Das wäre schon einmal eine positive Anfangserfahrung, nach der du bei weiteren Spaziergängen dann sicherlich auch nasse Socken in Kauf nimmst.

    Euch Frauen hat die Modeschöpfung zudem etwas beschert, um das euch die sockenlaufenden Männer wirklich beneiden: Nylonstrümpfe. Was die angenehme, schützende Wirkung angeht müssten Nylonstrümpfe (auch Söckchen, Kniestrümpfe und Strumpfhosen) genauso gut sein wie Socken. Was die Nässe angeht sind die - zumindest für den Beginn einer Sockenläuferkarriere - vermutlich deutlich angenehmer, weil sie sich nicht so sehr mit Wasser vollsaugen. Und was Modeaspekte angeht, bieten Nylonstrümpfe alle möglichen Muster und Farben, natürlich auch schwarz, um dem italienischen Sockenläufer nicht nachzustehen.

    Schön, dass ich den Eindruck erweckt habe, Männer gingen ohne Hintergedanken und ohne zu grübeln durchs Leben. Aber es gibt sie doch, die Situationen, für die sockenlaufende Männer nach des Rätsels Lösung suchen. Mir geht folgendes Szenario aus der realen (nicht der virtuellen) Welt durch den Kopf: Mann hat klug gehandelt und im ersten Geschäft das begehrte Paar Schuhe seiner Liebsten reserviert und gekauft. Beim ersten Ausgehen mit diesem neuen Paar sagt sie nach den ersten Schritten: „Mit diesen Schuhen kann ich aber nicht weit laufen.“ Eine Weile später trägt er die Schuhe (in der Hand) und sie läuft auf Strümpfen. Was ist passiert? Frau wird sagen, sie geht auf Strümpfen, weil die Schuhe weh tun. Der grübelnde männliche Sockenläufer denkt, dass Frau die Schuhe nur angezogen hat, damit sie einen Grund hat auf Strümpfen zu laufen. Nach meiner Schätzung trifft man außerhalb der eigenen vier Wände mindestens zehnmal so viele Frauen auf Strümpfen wie Männer auf Socken. Es handelt sich also um ein durchaus wesentliches, bisher unverstandenes Phänomen. Aber das ist wohl ein ganz heißes Eisen und vermutlich begebe ich mich damit auf sehr dünnes Eis - Frauen und ihre Schuhe. Bin gespannt ob es dazu Erklärungsansätze gibt. ;-)

    Liebe Grüße
    Dirk

  • #7

    adriane-gamper (Samstag, 13 Dezember 2014 22:05)

    Lieber Dirk,

    danke für deinen Versuch mir nasse Socken am Strand schmackhaft zu machen, aber (naja eigentlich gibt es da nicht ein, sondern recht viele aber)....

    Ich kann mich an keine frühkindlichen Sockenerfahrungen erinnern, dabei wäre das ja gar nicht so lange her ;), eines weiß ich aber sicher, es gibt nichts (ok, fast nichts) schlimmeres als nasse Socken. Ein Wassertropfen am Boden kann mir etwa den ganzen Kochspaß verderben, wenn ich zu Hause sehr wohl sockenlaufendes Wesen etwa mit diesem einen Tropfen Kontakt aufnehme und deshalb frische TROCKENE Socken brauche! Aber wie du vielleicht schon gelesen hast, probiere ich recht viel aus, um es hinterher etwas zu bereuen (wie kann man nur bei zwölf Grad Wassertemperatur schwimmen gehen - ist echt nur mit einer charmanten Begleitung möglich). Jedoch muss ich sagen, zurückblickend waren die wassergefüllten Neoprenschuhe sicher in etwa mit nassen Socken zu vergleichen und ich kann dir versichern, wenn es gegangen wäre, hätte ich die Schuhe beim Zurückschwimmen zwischen die Zähne genommen. Allerdings ziehe ich es nach deinen Exkursen wirklich in Erwägungen, besagte Sockentaktik am Strand auszuprobieren.

    Was ich dann allerdings vermissen werde, ist das Einsinken im Sand. Allen Sockenläufern scheint nicht bewusst zu sein, um wie viel mehr sie ihre Muskeln trainieren, wenn sie ohne Socken laufen - dem Einsinken sei dank - ergo gilt es mit Socken eine längere Strecke zurückzulegen.

    Für dich als Mann zur Info: Ihr beneidet uns Frauen nur um Nylonstrümpfe, weil ihr noch keine getragen habt! Also für mich eigentlich ein no go - außer zum kleinen Schwarzen. Ich ahne deinen Vorschlag, nein ich ziehe es nicht in Betracht, im kleinen Schwarzen mitsamt Nylonstrümpfen den Strand zu erobern.

    Über die Beziehung zwischen Schuhen und Frauen kann ich dir jetzt nichts verraten. Dieses Geheimnis ist so gut gehütet, dass es sogar uns Frauen verborgen bleibt. Und dass schön aussehende Schuhe selten die Bequemsten sind, ist ein unumstößliches Naturgesetz an das sich scheinbar alle Schuhdesigner halten.

    Kurzgesagt, lieber Dirk ich freue mich auf einen experimentellen nächsten Strandurlaub.
    Liebe Grüße Adriane

    P.S. Auch ich bin schon ohne Schuhe auf der Straße gelaufen, allerdings barfuß und ich habe meine Schuhe selbst getragen - alles ist möglich ;)