Reportagen & Co

"...... Wieso mir jetzt die Heuschrecke einfällt, die dem Gefühl nach gerade mit einem höhnischen Grinsen eine Runde in meinem Bauch schwimmt? Weil sich 12°C auch im Neoprenanzug eiskalt anfühlen. ....."

 

JA, ich habe eine Heuschrecke gegessen, genauso wie ich bei 12°C über eine Stunde lang durch den Hechtsee geschwommen bin. Wieso? Weil ich meine Reportagen liebe - auch wenn ich manche Dinge niemals wieder machen würde, ich sage nur Heuschrecke ;-)

Wobei, eigentlich ist gerade deswegen jede Reportage ein einzigartiges Erlebnis. Jedes Mal wieder betrete ich unbekanntes Terrain. Und selbst wenn es "nur" ein Interview ist, nehmen mich meine Gesprächspartner mit in eine andere Welt, die es zu entdecken gilt. Zum Beispiel der Karatelehrer, der den ältesten Pilgerweg der Welt schon mehrmals gegangen ist - täglich rund 50 Kilometer, 30 Tage lang. Oder mein Blick in das Leben des stärksten Mannes der Welt. Neugierig welche Geschichten sich dahinter verbergen? Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

 

Die Sache mit dem TUN

 

 

Vom übergewichtigen Kind zum Ironman - Coachingtipps fürs Leben 

 

Hubert Rattin ist Ernährungsberater, Coach, Trainer. Er hat fünf Ironmen erfolgreich absolviert, Extremsportereignisse wie 24 Stunden Radfahren hinter sich gebracht. Ganz anders ist die Situation als er zwölf ist. Er ist stark übergewichtig, schafft es nicht abzunehmen. Ein einziges Ereignis, legt den Schalter in seinem Kopf um. Er halbiert sein Gewicht in einem Jahr. Damals war es ein glücklicher Zufall. Heute weiß er, aufgrund seiner Erfahrung und seines Fachwissens, woran es liegt, dass man erfolgreich abnimmt oder auch in anderen Bereichen durchstartet.

 

 

Es passierte über Nacht. Nicht, dass er es vorher nicht versucht hätte. Doch er scheitert regelmäßig. Hubert Rattin trinkt einen Schluck Wasser, während er von dem Wendepunkt seines Lebens erzählt. Er war zwölf. 150 Zentimeter groß. 80 Kilo schwer. Übergewichtig. Auf dem besten Weg, zuckerkrank zu werden. Sein Hauptnahrungsmittel: täglich drei große Tafeln Schokolade und drei Liter Milch. „Nach unserer Übersiedlung vom Brixental nach Kufstein habe ich nur noch gegessen, keinen Sport mehr betrieben. Jeder Versuch abzunehmen scheitert, bis zu dieser einen Nacht.“

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MUSTERgültig

 

 

 

Der Modewinter entführt ins Reich der Muster und setzt auffallende Akzente

 

Muster im Material und als Print zeigen Ausdruck. Blusen werden zum Spielpartner und Gegenspieler. Hosen überraschen mit neuen Schnitten. Schwarz bekommt blaue Konkurrenz und verführt am Abend all over als Overall. Das Team von Mode Kink (Kufstein und Ebbs) lädt zur winterlichen Trendschau. 

 

 

 

Blumen im Blick

Lasst Blumen blühen. Der Winter wird floral, der neuen Musterliebe der Designer sei Dank. Muster setzen Konturen, betonen Details wie den tiefen V-Ausschnitt des Kleides (Sistes). Rüschige Aussichten liefern einen mustergültigen Stilbruch zur klaren, figurbetonten Linienführung. Klassische Eleganz bringt die neue italienische Länge knapp unters Knie.

 

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Uuuuuuuunnnnnd Bitte!

 

Sabine Plachel im Statisten-Einsatz

 

Die Waffe liegt neben ihr am Tisch. Sie schiebt die blonde Strähne unter das Barett. Ein gekonnter Griff zur Pistole. Langsam steckt sie sie in den Halfter. Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel. Von außen ist lautes Geschrei zu hören. Die Verfolgungsjagd hat begonnen. Plötzlich reißt jemand die Türe auf. Streckt den Kopf herein. „Komparsen bitte zum Set“, ruft der Regieassistent. Sabine Plachel streift die Dienstuniform glatt, ihr Einsatz.

 

Mit dem Kochbuch zum Film

Wieso ihr damals dieses Buch ins Auge gestochen ist, weiß Sabine heute nicht mehr. „Vermutlich hat mich der Teufel geritten“, lacht sie. Auf jeden Fall hat sie das Kochbuch gekauft. Das war vor elf Jahren. Noch heute hat sie das Kochbuch bei sich zu Hause stehen. Dass sie noch nie ein Rezept daraus gekocht hat, ist eine eigene Geschichte. „Immerhin ist das Buch eine schöne Deko“, kommt es mit einem Schmunzeln. Und ohne dieses Buch, wäre Sabine jetzt nicht eine begehrte Komparsin bei Soko Kitzbühel und dem Bergdoktor.

 

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Das Gefühl Farbe

 

 

 

 

 

 

 

Eine Leidenschaft rund um Pinsel und Leinwand

 

 

Rot. Gelb. Orange. Ein Hauch von Pink. Das Bild gegenüber der Bar könnte bunter nicht sein. Gabi Kaltenböck lacht, nippt an ihrem Cappuccino. Sie hat das Bild extra für diese Wand gemalt. Groß und ausladend wie alle ihre Bilder. Und bunt. „Farben sind mein Leben. Es ist nicht eine einzige Farbe, die mich glücklich macht. Es ist die Summe. Und diese Suche nach Glück treibt mich an. Ich kann das nicht ändern. Selbst, wenn ich ein beiges Bild malen möchte, es wird bunt. Außer in diesen drei, vier Wochen.“ Drei, vier unberechenbare Wochen. Jedes Jahr wieder. 

 

 

 

 

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Irschitz - Querdenker - Vordenker

 

 Der Architekt, der zum Mediakünstler wurde

 

 

Seine Abschlussarbeit ist es, die dem Kufsteiner Oliver Irschitz eine Parallelwelt entdeckt lässt. Angezogen von den unendlichen Möglichkeiten der virtuellen Welt wird er zum Quer- und Vordenker, der die Schnittstelle zwischen realer und virtueller Welt als seine neue Heimat auswählt. Lange vor Apple benutzt er das „i“; für seinen iTube, die iWall oder auch den iTable. Er taucht in die virtuelle Welt ab, als noch kaum jemand dort ist, lässt sich auch von einem Konkurs nicht aufhalten. Ein Leben in der Zukunft.

 

 

Die Kanten der rechteckigen Röhre sind abgerundet. Drei ineinander verschachtelte Teile, die wie ein Fernrohr auseinandergezogen werden können. Von außen lässt die Röhre nicht im entferntesten erahnen, was einem im Inneren erwartet. Ein Schritt in eine andere Welt, in die interaktive Multimediaröhre. Der iTube. Das Herzstück des iTubes ist der iFrame. Ein Lichtvorhang, der Handbewegungen in der Luft erkennt. Heute Standard. Damals als der Kufsteiner Oliver Irschitz 1999 den iFrame entwickelt eine Neuheit. „Die Idee war, den iTube für Roadshows und mobile Präsentationen einzusetzen“, erklärt Irschitz. Die Euphorie ist groß, vorerst.

 

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Ein Ball & zwei Becher

 

 

 

 

Spieleerfinder Markus Vogel und sein ganz und gar nicht spielerischer Erfolgsweg

 

Markus Vogel stapelt die beiden Becher ineinander, schnippt den orangen Ball hinein und stellt sie auf das Fensterbrett. Zwei längliche Becher mit dem Schriftzug „Bassalo“, seine „Babys“. Aus der Kaffeetasse vor ihm steigt Dampf auf. „Der Kaffee hat vieles an meiner Unternehmerlaufbahn verändert“, beginnt Markus Vogel mit einem Blick auf die Tasse zu erzählen. „Aber die Sache mit dem Kaffeesatz war erst später, ich fange besser von vorne an.“

 

Die Chipsdosen und der Vortrag

Alles begann 2010. Markus arbeitet in einer Spedition. Er verdient gut. Ein geregeltes Leben. Nebenbei macht er eine Ausbildung zum diplomierten Freizeit- und Outdoortrainer. Und dort passiert es. Ein Spieleerfinder hält einen Vortrag über sein Produkt von der Entwicklung bis zum Verkauf. „Es klang alles einfach und geradlinig und da ist mir dieses Ballspiel von der Unizeit wieder eingefallen.“ Ein Freund hatte es aufgebracht. Zwei leere Chipsdosen und ein Ball, der mit den Dosen hin und her geworfen wird. Innerhalb von Minuten wird aus dem Gedanken eine Idee. Markus geht nach dem Vortrag zu dem Unternehmer. Erzählt ihm von dem Spiel.

 

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Der Tote am Stripsenjoch

 

 

 

Waltraud Brunner verwandelt das Stripsenjochhaus zum Krimischauplatz

 

Der Tote liegt in der Gondel, das ist schon einmal fix. Sie geht allein. Rechts und links die Bergwände. Immer wieder kommt ihr in den Sinn, dass es eigentlich eine Schnapsidee ist. Außer Vogelgezwitscher ist nichts zu hören. Idyllische Ruhe. Nur nicht in ihrem Kopf. Nie hätte sie sich das gedacht, als sie heute im Stripsenjochhaus zugekehrt ist. Ihre Gedanken fahren Achterbahn. Noch heute schüttelt Waltraud Brunner belustigt den Kopf, wenn sie an diesen Tag denkt. „Ich bin den Weg vom Stripsenjochhaus ins Tal gegangen, 600 Höhenmeter. Als ich unten ankam, war das Konstrukt zu meinem Krimi fertig und Schuld an allem ist eigentlich der Bruder das damaligen Wirtes.“

 

 

 

 

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Der Tanz

 

 

Eine Leidenschaft die aus dem Takt kam und zur großen Liebe wurde.

 

 Wie zum Beweis streckt sie ihre Arme auf die Seite. „Du gehst immer bis ans Ende der Bewegung siehst du.“ Ihre Haare hat sie nach hinten gebunden. Jogginghose. Shirt. Freizeitlook. Vor ihr am Küchentisch steht ein Cappuccino. Ihre Hände scheinen immer noch weiter auf die Seite zu wachsen. Ihre Finger sind gestreckt, bis in die Spitzen. Mit einem Lachen lässt Selina Lettenbichler die Hände wieder sinken. Am Nachmittag steht ein Tanzworkshop an. Die Vorfreude ist unverkennbar. Heute. Vor drei Jahren war das anders. Die Tänzerin hatte alles hingeschmissen. Den perfekten Ausbildungsplatz aufgegeben für den sie so gekämpft hatte. Ein Entschluss mitten in einer Yogastunde.

 

Erkenntnis im Vorbeigehen

Als Jugendliche lebt Selina mit ihren Eltern in Tirol. Ihr Leben gehört dem Wettkampf. Sportaerobic. Fünf- bis sechsmal die Woche Training. „Ich war schon immer dieser Krafttyp, wollte mich austesten, Wettkämpfe machen, auch wenn ich vor Nervosität fast gestorben bin.“ Mit 16 zieht ihre Familie nach Oberaudorf. Für Selina nach sechs Jahren der Ausstieg aus der Sportaerobicwelt. „Ich war nicht richtig traurig darüber. Es war eine wunderschöne Zeit, aber du siehst auch nichts anderes, du bist in dieser Leistungssportsucht.“ Dass ihr Leben der Sport ist, ist ihr allerdings klar. Sie geht nach München in die Bode Schule, beginnt die Gymnastiklehrerausbildung. Und dort passiert es. „Wir hatten viele Tanzbereiche in der Ausbildung und plötzlich wurde mir klar, das ist es. Diese weichen Bewegungen, dieser Ausdruck. Ich wusste, das will ich machen.“

 

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Alm Geflüster

 

Die Sennerin vom Thierseetal

 

 

Bedächtig krault Marlies Hirschi über den Kopf. Hirschi gefällt es sichtlich, vorsichtig lehnt sie sich gegen die Sennerin. Marlies lacht und gibt ihr einen Schubs. „Ja ich verwöhne sie schon etwas, aber sie ist einfach meine Lieblingskuh.“ Hirschi ist sozusagen ihre Verbündete. Gemeinsam haben die zwei ihr Almleben vor drei Jahren hier auf der Alm im Thierseetal begonnen.

 

Dienstag und drei Äpfel

Ein Marmeladenglas mit einem kleinen Strauß Wiesenblumen ziert den Tisch in dem Küchen-Wohnraum der Alm. Auf der blau-weiß getupften Bank dahinter ist ihr Lieblingsplatz. Dort hält Marlies gegen zehn Uhr nach der morgendlichen Stallarbeit ihr Vormittagsschläfchen. „Wenn du um vier, halb fünf aufstehst, dann brauchst du auch einmal eine Pause“, sagt Marlies bevor sie hinter einer Holztür verschwindet. „Mein Vorratsraum.“ Steinwände sorgen in dem kleinen Raum den ganzen Sommer über für angenehme Kühle. „Der Kühlschrank hier herinnen ist eigentlich fast überflüssig“, meint Marlies lachend während sie den Inhalt des Obstkorbes durchschaut. Ein Zwiebel, drei Äpfel, vier Bananen. Heute ist Dienstag. Nachschub kommt erst am Wochenende, wenn ihr Mann zu ihr auf die Alm fährt. Vor allem die morgendliche Banane ist wichtig, die braucht sie schon wegen Brunelli.

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Neue Länge - weite Aussichten

 

 

 

Der sanfte Herbst streckt seine Ausläufer in den coolen Sommer

 

Kleider in der neuen Midi-Länge liefern sich einen gekonnten Schlagabtausch mit extravaganten Shorts, die den Miniröcken den Rang ablaufen. Eine unkonventionelle Coolness trifft auf den heimeligen Touch der Folklore, während der Herbst sanfte Töne vorausschickt. 

 

 

 

Das Hemd sieht Midi

 

Die Modewelt leiht sich diesen Sommer den coolen Business-Hemdenlook für luftige Kleider aus. Das Hemdenkleid ist zurück und zwar Midi - die neue Länge für sommerliche Leichtigkeit. Die betonte Mitte sorgt für eine feminine Note. Mode French Connection

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Ganz in Weiß die Festung im Blick

Die luftig leichte Treppe fällt beim Betreten des Hauses als erstes auf. Offene Lärchenholzstufen. Gelaugt, gebürstet und weiß geölt. Gegenüber dem Eingang gelegen gibt die Treppe durch ihre offene Gestaltung, den Blick frei auf den Essbereich am anderen Ende des Hauses. Die Glaswand zur Abtrennung des Treppenaufganges versprüht zusätzliche Transparenz. Eine Leichtigkeit, die das ganze Haus nahe des Zentrums von Kufstein auszeichnet.

 

Ganz in Weiß

Eine einzige Farbe dominiert das Innere des Hauses und zieht sich wie ein roter Faden durch das Einrichtungskonzept. Weiß. „Unser Bestreben war es, einen Stil im gesamten Haus zu verwirklichen und so die einzelnen Bereiche harmonisch miteinander zu verbinden. Eine schnörkellose Einrichtung und eine geradliniger Optik war unser Ziel. Und diese Schlichtheit wollten wir auch durch die Farbgestaltung der Räume ausdrücken“, erklärt der Hausherr das Konzept hinter der Innengestaltung. Vor allem wollte das Paar aber auch die Geradlinigkeit, die das Haus nach außen hin ausmacht im Inneren fortsetzen.  

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Abstecher

 

 

 

 

Frischer Wind für klassische Trends

 

Harmonische Erdtöne, blau-weiße Welten, bunte Farbreigen für markante Highlights, die aktuelle Mode zeigt sich vielfältig mit einer edlen Prise Weiblichkeit. Coole männliche Looks verführen mit weiblicher Note. Der klassische Biker- und Armystyle überraschen mit edlem Chic. Hosen orientieren sich an der beschwingten Weite von Röcken und setzen mit Culottes auf einen gänzlich neuen Stil.

 

Happy Hippie

Der Boho Style des Sommers 2016 präsentiert sich erdverbunden. „Gebrannte Erde“ empfängt als Farbthema den Sommer ganz natürlich. Wallende Ethonkleider der 70ziger bekommen Konkurrenz durch Shorts. Hingucker: Ärmellose lange Häkeljacken, die mit der Kürze der Shorts brechen. Alle Teile von Please: „be happy in Please“.

 

 

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Ick bin ne Diva

Der Hut hat ein sattes Rot. Sie hat ihn leicht in die Stirn gezogen. Als sie das Café betritt, ist das mehr ein Erscheinen als ein simples Hereinkommen. Das Cape schwingt im Rhythmus ihrer Schritte. Der Hauch einer Diva umweht Varina Weinert. Sie lacht auf die Frage, ob sie sich denn als Diva sehe. „Optisch falle ich schon gerne auf. Wer mich nur flüchtig kennt oder auf der Bühne sieht, der könnte schon den Eindruck erlangen, dass ich eine Diva bin, dabei bin ich ganz umgänglich. Wobei ich ehrlich gesagt ein Fan von Diven wie Marlene Dietrich bin, weil sie Kraft ausstrahlen.“ Starke Frauen in intensiven Geschichten sind es auch, die sie am liebsten auf der Bühne verkörpert. Auch, wenn sie daran schon fast zerbrochen ist.

 

Entdeckt

Varina sitzt neben ihren Eltern im Publikum. Sie ist gerade einmal sechs Jahre alt. Eigentlich sollten alle Augen auf ihre Schwester und deren Auftritt im Rahmen der Musikschule gerichtet sein, doch ein Musiklehrer hat nur Augen für Varina. Das kleine Mädchen singt mit, gibt sich, als stünde sie auf der Bühne. Der Musiklehrer spricht die Eltern an, überzeugt sie, Varina zum Gesangsunterricht zu schicken. Der Beginn ihres Bühnenlebens. Varina bekommt klassischen Gesangsunterricht. Und da sie keine Bühnenangst hat, singt sie schon ein Jahr später vor Publikum. Singen wird ihre große Leidenschaft, bis zu diesem einen wunderschönen Tag.

 

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Fashionista

 

Die Schuhe stehen vor dem Schrank. Liebevoll drapiert auf einer Schachtel. Schwarz mit goldenen Nieten. Rund um die Schuhe auf Höhe des Fußbettes reiht sich eine Niete an die andere. Wie glänzende Stacheln. Das Licht der Kellerlampe spiegelt sich in ihnen. Auf der hinteren Seite der Schuhe prangt in goldenen Lettern: Marc Jacobs. Michaela strahlt, als sie einen der Schuhe aufhebt. Ein Aushängeschild ihrer Leidenschaft. Und doch wird sie die Schuhe wie so manches andere Teil ihrer Sammlung nicht tragen.

 

Marken, Marken, Marken 

Michaela Jovanovic sieht aus als wäre sie gerade einem Modemagazin entsprungen. Die blonden Haare zu leichten Wellen geföhnt, die Augen perfekt geschminkt. Um ihren Hals baumelt eine goldfarben Kette, an der die vielsagenden Buchstaben D&G prangen. Doch der Blick wandert unwillkürlich weg von der Wahlkufsteinerin hin zum raumhohen Schrank hinter ihr. Die weißen Türen stehen offen. Die einzelnen Regale im Inneren wirken wie kleine Schaufenster. Ein Laufsteg der Marken: Liebeskind, Marc Jacobs, Liu Jo, DKNY, Miu miu, Joop!. „Wenn dann muss es schon eine Markentasche sein“, kommt es von Michaela lachend. Allerdings ist es nicht eine Markentasche. Es sind über 70.

 

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Burgfräulein

 

 

Irgendwie erinnert die Geschichte von Sandra Holzer an Aschenputtel. Nur, dass es nicht ein gläserner Pantoffel ist, den sie verliert und der verlorene Schuh nicht einen Traumprinzen, dafür aber eine ungeahnte Leidenschaft in ihr Leben bringt.

 

 

 

In der Ferne sind Dudelsäcke zu hören. Der Regen prasselt seit Stunden rhythmisch auf die Zeltplane. Es riecht nach Feuer. Zwei Ritter stapfen an ihr vorbei. Schemenhaft hebt sich hinter der Wiese die Burg ab. Der Duft von gegrillten Maiskolben lockt sie an. Das kostbare Kleid des Burgfräuleins vor ihr ist bis zu den Knien mit Schlamm bespritzt. Mit jedem Schritt bahnt sich mehr Wasser den Weg in ihre Schuhe. Doch der Klang der Dudelsäcke treibt sie weiter. Hinein in die braune Brühe.

 

Virus Mittelalterrock

„Ich hätte mir nie gedacht, dass mich das so fasziniert. Noch dazu, weil ich den Fasching überhaupt nicht mag.“ Sandras Augen glänzen. Strahlend erzählt sie von ihren Anfängen vor fünf Jahren. „Ich habe von dem Mittelalterfest in Telfs gelesen und da stand etwas von einer Band, die Mittelalterrock spielt.“ Die Langkampfnerin, die immer schon auf deutschsprachigen Rock geschworen hat, sucht im Internet nach der Band und hört ihr erstes Mittelalterrocklied. „Ebenbild“. „Ich war sofort begeistert.“ Infiziert vom Mittelalterrockvirus besucht sie in den kommenden Monaten Konzerte der Gruppe, um dann von ihrem Auftritt bei MPS in Bad Eibling zu erfahren. MPS steht für Mittelalterliches Phantasie Spektakel. Ein reisendes Mittelalterfestival. Von April bis Oktober gastiert das Festival jedes Wochenende an einem anderen Ort in Deutschland. „Ich bin nur wegen der Gruppe hin, ohne die geringste Ahnung was mich dort erwartet. Wobei, ich hätte es sowieso niemanden geglaubt.“

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Der geheime Kufsteiner Olympiasieger

 

 

 

Josef Feistmantl, der Optiker der einst Gold nach Österreich brachte

 

Josef Feistmantl ist gerade einmal 24 Jahre alt, als er 1964 in Innsbruck Olympiasieger im Doppelsitzer-Rodeln wird. Es war ein Rennen unter äußerst kuriosen Bedingungen. Doch nicht nur diese Fahrt, sondern auch der eigentliche Höhepunkt seiner Sportlerkarriere verlief alles andere als geplant. Ein Blick in eine gefährliche Vergangenheit.

 

 

Die Kaffeekanne

 

Der alte Bauernkasten spiegelt sich in der silbernen Kaffeekanne. Samt dem restlichen Service steht die Kanne mitten auf dem großen Tisch gegenüber der Eingangstüre. Schön anzusehen für den unwissenden Besucher, für Josef Feistmantl ein bittersüßer Blick in seine gefährliche Vergangenheit.  

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Die Fitness-Friedl

 

 

Die Frau, die mit 91 Jahren das Fitnessstudio rockt

 

Der Schnee knirscht unter Friedls Füßen. Ihre lilafarbene Winterjacke ist der einzige farbige Lichtpunkt im Morgengrauen. Die Straßenlaternen bekommen langsam Konkurrenz von den Lichtern der Häuser. Kufstein beginnt zu erwachen. Frühstückszeit. Nur nicht für Friedl. Sie hat nur ein Ziel. Ein eisiger Wind bläst, doch das bemerkt sie nicht, viel zu groß ist die Vorfreude auf die nächsten zwei Stunden. Sie schwingt sich auf ihr Fahrrad und radelt trotz Winterwetter los. Das Rad ist ihre heimliche Liebe. Ohne ihr Fahrrad geht gar nichts Sommer wie Winter. Es gehört zu ihrem Leben dazu wie das Fitnessstudio; viermal die Woche. Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag. Nur an ihrem Geburtstag war sie nicht. An ihrem 91. Geburtstag vor zwei Monaten.

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Ein Skistock als Ratgeber

 

 

 

25 Jahre nach ihrem einzigen WM-Erfolg blickt Ex-Skirennläuferin Ingrid Salvenmoser zurück

 

 

Als der Skistecken fliegt, spürt sie, dass es vorbei ist. Es ist der 20. Jänner 2001. Ein perfekter Tag. Europacuprennen in Elbigen Alp. Slalomspezialistin Ingrid Salvenmoser hat sich allein auf die Saison vorbereitet, zum 2. Mal in ihrer Karriere. Doch dieses Mal ist alles anders.

 

 

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Der sich durch´s Leben schnitzt

Stefan Käser, der Schnitzer vom Niederndorferberg

 

Wenn Stefan Käser in seine Werkstatt geht, vergisst er alles um sich herum. Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Auch, wenn seine Eltern dagegen waren. Doch schon als kleiner Junge gab es für ihn nur eines: Schnitzen. Und um seine Werke möglichst echt zu gestalten, musste auch seine Schwester Opfer bringen.

 

 

Es riecht nach Holz. Als er aufsteht, fallen die Holzspäne von seinem blauen Schurz. Sie fallen auf den Boden, der schon längst von Spänen übersät ist. Über den halbhohen Kasten rechts von ihm ziehen Kühe gefolgt von einem Wildschwein. Die Wände sind über und über voll mit modernen und klassischen Christuskreuzen, Madonnenfiguren und Engeln. Gleich neben dem Eingang seilt sich ein Bergsteiger mit Tirolerhut von der Decke ab. Es ist wie ein Schritt in eine andere Welt, wenn man das Reich von Stefan Käser betritt. Vom hektischen Alltag in ein Land der Ruhe ganz aus Holz.

 

 

Der Bub und das Messer

Über 40 Schnitzeisen liegen fein säuberlich aufgereiht auf dem kleinen Tisch neben seinem Arbeitsplatz in der Mitte des Raumes. Stefan Käser legt das Schnitzeisen, mit dem er gerade einer Kuh den letzten Schliff verpasst hat, zu den anderen. Seine Werkstatt, seine Schnitzeisen, seine Kostbarkeiten um ihn herum, das alles ist sein wahr gewordener Traum. Der gelernte Holzbildhauer schnitzt seit er denken kann. „Schon als kleiner Bub war ich immer mit einem Messer unterwegs. Ich wollte einfach nur schnitzen.“ Und er war damals schon reich an Ideen, wenn es um seine Schnitzereien ging. Um seinen Werken das gewisse Etwas zu verleihen, hatte Stefan als Kind mitunter auch außergewöhnliche Einfälle. Für deren Umsetzung ging er wenn auch nicht über Leichen aber doch sehr weit.  

 

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Mit Bauchgefühl Heilmethoden auf der Spur

Eine Lebensreise zu Engeln, Heilern und alternativen Heilmethoden

 

Renate Ingruber ist Journalistin und Regisseurin. Vor inzwischen neun Jahren führt sie eine zufällige Begegnung in die Welt des Heilens abseits der klassischen Medizin. Eine Begegnung, die ihr Leben ändert und zu interessanten Erkenntnissen führt. Die Welt des Heilens von außen betrachtet.

 

 

Sie strahlen über das ganze Gesicht. In den Händen halten sie Blumen. Als sie die Strasse überqueren, kommen sie direkt auf Renate Ingruber zu. An die 20 Frauen. Sie sieht das Leuchten in ihren Augen, wie bei Kindern unter dem Christbaum. „Surreal“, kommt ihr in den Sinn. Es zieht sie wie magisch an. Irgendwie kann sie nicht anders und geht zu den Frauen hin.

 

Buddha trifft Engel

Renate Ingruber hat zum Interview in ihr Haus in Breitenbach geladen. Ein offener Wohnraum mit viel Holz. Eine äußerst gemütliche Atmosphäre. Durch die großen Fenster fällt der Blick nach draußen. Natur pur. Auf der Arbeitsplatte ihrer Küche stehen zwei Engelfiguren, wer Renate Ingrubers Arbeit kennt, ahnt, dass sie nicht ohne Grund da stehen. Oben auf dem Kasten thront ein Zeichen ihrer Weltffenheit: eine kleine Buddhafigur. Renate Ingruber erzählt leidenschaftlich von ihren Erlebnissen, nimmt zwischendurch immer wieder einen Schluck Kaffee. Es ist unverkennbar, dass ihre Filme rund um Heilmethoden abseits der Schulmedizin für sie mehr sind als reine Reportagethemen.

 

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Modetrends Winter 2016

 

 

HELLO AGAIN

Extravaganz zieht an

Hello again“ - das könnte man den neuesten Trends entgegen rufen. Pailletten, Leo und Military geben sich ein Stelldichein. Wie man Leo und Co im heurigen Winter perfekt kombiniert, erklärt Modeexpertin Romana Szuchowsky vom Simpl Store in Kufstein.

 

 

 

Das hatten wir doch schon“ - ja, dieser Gedanke könnte bei den neuesten Trends wirklich das eine oder andere Mal aufkommen. Doch Vorsicht: alt ist nicht gleich neu. Leoprint verliert seine rockige Seite und wird feminin. Military setzt auf edle Akzente, Pailetten verführen mit Understatement und wer plötzlich Rot sieht, ist auf der richtigen Trendspur.

 

 

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Neun Stimmen für Weihnachten

 

Das Licht der Laternen schimmert nur diffus, kommt nicht an gegen das dichte Schneegestöber. Die Landschaft ist im Dunkel der Nacht verschwunden. Hintereinander gehen sie langsam den schmalen Weg entlang. Die Laterne in der einen Hand, den langen Hirtenstab in der anderen. Bei jedem ihrer Schritte knirscht der frisch gefallene Schnee. Der Weg, den die Kufsteiner Anklöpfler zu gehen haben, ist nicht weit, aber er kommt ihnen vor, wie ein Pfad in die Vergangenheit. Nur langsam werden die Umrisse des alten Bauernhauses vor ihnen sichtbar. Maria Parths Mund umspielt bei dem Gedanken an diesen einen Abend ein verklärtes Lächeln. Es war ein ganz besinnlicher Moment damals auf dem Weg zum Bauernhaus ihrer Tante. Wie in einem Märchen war es. Ein Märchen, das durch ein tragisches Ereignis vor fünf Jahren fast nicht zustande gekommen wäre.

 

Neun Stühle für Montag

 

Maria sitzt zusammen mit ihren Freundinnen Maria Ellinger und Erika Kreidl an dem großen ovalen Tisch, der das Zentrum ihrer Wohnung bildet. Die drei sitzen nebeneinander. Die sechs restlichen Stühle im Biedermeierstil sind leer, kein Wunder, es ist Donnerstag. Erst am Montag werden sie wieder alle besetzt sein, wenn alle Kufsteiner Anklöpfler sich zur Probe einfinden. Jede der vier Frauen und jeder der fünf Männer hat seinen angestammten Sitzplatz. Wenn man so will eine kleine Tradition. Genauso wie sie traditionell Anfang Oktober mit ihren Proben starten, auch, wenn es nicht immer einfach ist.  

 

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PARIS – meine Liebe, mein Leben

 

Von Kufstein nach Paris und nicht mehr zurück

 

 

Während andere ihr Leben lang davon träumen, fasst sich die Kufsteinerin Nina Horvath nach ihrem Universitätsabschluss ein Herz und folgt ihrer Sehnsucht. Ein Leben in der Stadt der Liebe ist schon seit ihrer Jugendzeit ihr großer Traum. Ein Traum, der Anfangs auch von Albträumen unterbrochen wird. Ein Leben zwischen Akten, Mode und Cafe Créme.

 

Die nostalgischen, schmiedeeisernen Gitter vor den schmalen raumhohen Fenstern sind liebevoll verschnörkelt. Sie heben sich mit ihrem Schwarz von der cremefarbenen Fassade ab, die durch die Sonne zu leuchten scheint. In den Fenstern des mehrstöckigen alten Eckhauses spiegelt sich der strahlend blaue Himmel. „AU ROI DU CAFE“ prangt in großen Buchstaben auf den weißen Markisen des Cafés im Erdgeschoss. Kleine runde Holztische stehen einer neben dem anderen vor der Fensterfassade des Lokals. Die zwei schwarzen Korbstühle, die zu jeden Tisch gehören, sind mit der Lehne zur Hausmauer platziert, laden ein, sich hinzusetzen und das Treiben auf der Straße zu beobachten. Von den Stühlen über die Tische, hat alles diesen ganz speziellen französischen Charme. Es ist das Lieblingscafé von Nina Horvath, der Kufsteinerin, die nach Paris ging.

 

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ONEKOTAN – Die verlorene Insel

 

 

Wenn die Leidenschaft dich ans Ende der Welt und an deine Grenzen bringt


Der professionelle Freeskier Matthias Haunholder liebt das Abenteuer und Skifahren. Immer wieder bricht er zu atemberaubenden Touren auf, um dort Ski zu fahren, wo sonst keiner fährt. Ein Vulkan lockt ihn zusammen mit vier anderen Extremsportlern nach Onekotan, es wird das intensivste Abenteuer ihres Lebens.


Die Zeltwände blähen sich auf, knattern im Wind. Im Zelt herrscht gelöste Stimmung, das erste Mal durchatmen seit sie Österreich verlassen haben. Das russische Schiff wartet bereits vor der Küste. Eine letzte kalte Nacht auf der eisigen, trostlosen russischen Insel abseits von jeglicher Zivilisation. Die fünf Männer lassen die letzten Tage Revue passieren, genießen ihren Triumph. Und vor allem essen sie. Sie essen alles, was noch im Basislager zu finden ist, denn morgen geht es zurück, weg von Onekotan. Alles läuft endlich perfekt und nach Plan, bis sich der Kapitän meldet.

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Wenn die Hände Heilung bringen

Elisabeth Dorfer: Die Gabe, die plötzlich da war


Angefangen hat alles mit ihrem Sohn. Er war gerade erst sechs. Ein Tafelklassler. Ein aufgewecktes Bürschchen, eigentlich. Doch kurz nach der Einschulung geht gar nichts mehr. Der kleine Kerl hat eine Megablockade, sogar die Sonderschule ist von der Lehrerin aus ein Thema. Heute kann Elisabeth Dorfer darüber lachen, damals war sie am Verzweifeln. Doch Elisabeth findet eine unkonventionelle Lösung für die Blockade ihres Sohnes und öffnet damit, ohne es zu wollen, das Tor zu einer anderen Welt für sich selbst.


Am Anfang war das Pendel

An diesem einen Tag vor mehr als fünfzehn Jahren, ist von dieser anderen Welt allerdings noch nichts zu spüren. Elisabeth Dorfer führt ein normales Leben. Sie ist Buchhändlerin und hat nur dieses eine Problem, die Blockade ihres Sohnes zu lösen. „Jemand hat mir den Tipp gegeben, mit meinem Sohn zu einem Pendler zu gehen, und ich habe mir gedacht, das probiere ich einfach aus.“ Elisabeth besucht mit ihrem Sohn den empfohlenen Pendler. „Und er war genau die richtige Person.“ In nur einer Sitzung passiert, was niemand für möglich gehalten hat. Der Pendler öffnet die Energiezentren des Sechsjährigen und der Junge ist von einem Tag auf den anderen wie ausgewechselt. Von Sonderschule ist nicht mehr im entferntesten die Rede. Der Bub wird zum aufgeweckten Schüler. „Der Pendler hat damals zu mir gesagt, dass ich das mit dem Pendeln auch selbst machen kann. Ich habe das auch ausprobiert, aber das Pendeln war irgendwie so lala. Niemand sollte einfach so pendeln, damit kann man sich viele schlechte Energien einfangen, wenn man es nicht richtig kann.“ Vom Pendeln lässt Elisabeth damals lieber ihre Finger, aber trotzdem macht sie diese Geschichte nachdenklich.  

 

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Wenn das Leben richtig Mode macht

Die Kufsteinerin Angie Miller ist erfolgreiche Mode-Designerin. Im zarten Alten von 14 Jahren entdeckt sie ihre Leidenschaft. Aber ihr Erfolgsweg ist alles andere als gerade. Erst Jahre später erwacht in einer Fabrik das, was als Jugendliche ihr Herz erobert hat so richtig zum Leben. Und irgendwie verdankt sie auch ihrer verlorenen Geldtasche, dass sie heute erfolgreiche Designerin ist.


Angie Miller steht mitten in ihrem Outletstore in Kiefersfelden. Mit sicherem Griff nimmt sie eine hellblaue Jacke heraus. Leicht. Anschmiegsam. Weich. Und auch ein wenig frech. Auf der Rückseite ist eine Breze appliziert. Darunter steht in markantem Rot: Aufgebrezelt. Aufgebrezelt ist Angie Miller aber ganz und gar nicht. Irgendwie viel zu nett, zu sympathisch ist sie für eine erfolgreiche Designerin. Oder wie man sich diese eben so vorstellt. Schürft man nach ihrem Geheimnis, entdeckt man schnell, dass es ihr Weg ist, der sie geprägt hat.


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Vom Übergewicht zum Backbuch

Bettina Ager: 60 Kilogramm  Übergewicht als Ausgangspunkt für eine etwas andere Erfolgsgeschichte


Noch einmal dick sein, bitte

Die Zitrone hat den Boden von Bettinas Glas erreicht. Die Sonne ist untergegangen. Bettinas Gesicht hat immer noch dieses ganz spezielle Strahlen. Ob sie eine Erfolgsfrau ist? Ich würde ja sagen, aber nicht wegen ihrer Erfolge mit ihren Backbüchern oder ihren Yogakursen. Nein, vielmehr wegen ihrer Art, ihren Weg zu gehen. Und vor allem wegen dem, was sie zum Schluss sagt: „Ich bin dankbar für das, was war. Es war gut, dass ich Übergewicht hatte, dass ich gemobbt wurde, so habe ich meinen Weg gefunden, um dankbar zu sein, um alles zu schätzen. Wenn alles geradeaus geht, schätzt man es nicht. Es muss immer mehr sein, nichts ist genug. Ich seh das so oft. Natürlich hätte ich nicht 10 Jahre gemobbt werden müssen und so viel Übergewicht hätte auch nicht sein müssen, aber ich bin dankbar dafür.“ Eine Einstellung mit Seltenheitswert. Vor allem als sie sagt, dass sie, wenn sie noch einmal auf die Welt kommen würde und sich entscheiden dürfte, noch einmal alles so haben wollen würde.

 


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LEIDENSCHAFT IN TANNENGRÜN

 

 

Wenn der Jäger eine Frau ist


Braune Lederhose, Jagdstock, Lederarmband, Gewehr - als Leidenschaft und ganz und gar nicht als Hobby bezeichnet Sabine Gwirl ihr Jägerinnendasein. Keine leichte Leidenschaft zwischen all den männlichen Jägern. Aber sie hat ihren eigenen Weg gefunden. Überraschende Ein- und Aussichten hoch über Kufstein.



Sabine Gwirl ist stolz auf das, was sie tut. Stolz eine Jägerin zu sein, mit allem was dazu gehört. Vom Füttern bis hin zum Aufbrechen. Die Leidenschaft für die Jagd, ist der Wahlkufsteinerin dabei in die Wiege gelegt worden. Vater, Onkel, Bruder, alles Jäger. Jahrelang geht sie mit, beobachtet die Natur. „Es ist zu jeder Jahreszeit schön. Im Winter, wenn du zu den Fütterungen stapfst, im Frühling beim Beobachten der Jungtiere. Jägern ist nicht nur Jagd. Das klingt vielleicht abgedroschen, aber es ist die Wahrheit.“ Als sie sich entschließt selbst Jägernin zu werden erzählt sie ihrem Vater vorerst nichts. Erst, als es darum geht, Schießen zu üben. Seine Reaktion, ein Satz: „Dirndl ich sag dir eines, wenn du Jägerin werden willst, gehört alles dazu.“ Der Blick von Sabine spricht Bände.



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SPRING ICH ODER SPRING ICH NICHT?

Ein Training mit der Wasserrettung Kufstein

 

Vom Frühjahr bis zum Herbst übt die Wasserrettung Kufstein alle vierzehn Tage im Inn. Von der Anfahrt zum Einsatzort bis hin zum Brückenspringen. Für die aktiven Mitglieder der Wasserrettung Routine, doch was passiert, wenn man als Redakteur das Angebot annimmt einmal mitzutrainieren?


Der Tag davor. Ein Telefonat mit Michael Hämmerle. Die Offenbarung. Nicht von einer Brücke, sondern von mehreren heißt es springen. Er meinte irgendetwas von Suchtgefahr. Sorry, aber momentan besteht bei mir nur Fluchtgefahr. Fußgänger-Innbrücke in Enddach. Wenn ich nicht die Sorge hätte beim retour klettern über die Brüstung runter zu fallen, ich würde es augenblicklich machen. Für die Füße sind geschätzte fünf Zentimeter Platz. Unter mir eine braune Brühe, weiße Schaumkrönchen. Sehr verlockend.

 

Wie alles begann

 

Irgendwie klang das damals am Schreibtisch ganz anders. So easy. „Wie wäre es mit einer Reportage über das Innschwimmen mit der Wasserrettung?!“ Klingt doch recht harmlos, so eine Ansage vom Herausgeber. Und ein wenig im Inn herumschwimmen, zugegeben ein Jugendtraum. Betonung auf herumschwimmen. Wieso also nicht. Immerhin, vom Frühjahr bis zum Herbst geht es für die Wasserrettung Kufstein alle zwei Wochen in den Inn. Es wird geübt für „alle Dinge, die passieren können.“ Michael Stock lehnt entspannt an der Mauer vor der Halle der Wasserrettung. Sommerbräune, spitzbübisches Lachen. Das Boot ist bereits am Hänger. Die Ersten erscheinen im Neoprenanzug. Kurzes Infointerview bevor es los geht. Michael Stock, Einsatzstellenleiter der Wasserrettung Kufstein und sein zweiter Stellvertreter Michael Hämmerle stehen Rede und Antwort.

 

 

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Wenn der Weg dich findet



Energetikerin und mehr

Es ist schon etwas unheimlich, wenn sie von ihrer ersten Begegnung erzählt. Auch, wenn es für sie inzwischen dazu gehört. Aber damals haben sogar ihr die Knie gezittert und der Schnaps danach musste einfach sein. Ihre blaugrauen Augen leuchten. Kleine Lachfältchen werden sichtbar. Und dann ist es wieder da, dieses einzigartige Strahlen, das ihr ganzes Gesicht überzieht. Brigitte Koidl ist in ihrem Element, das sieht und spürt man.


Gabe gegen Alltag

Brigitte wächst mit vier Geschwistern auf. Eine, wenn man so will, ganz normale Kindheit. Bis auf diesen einen Punkt. Wenn jemand krank ist, legt sich Brigitte mit ins Bett. Als sie einmal in den Sommerferien bei Verwandten ist und es ihrer Schwester nicht gut geht, drängt sie so lange bis sie nach Hause darf, weil sie fühlt, dass ihre Schwester sie braucht. Ihre Mutter erzählt ihr später, dass das schon von klein auf so war. Doch im Alltag geht all das unter. Schule, Ehe, Familie, Arbeit. Alles Alltag, alles normal. Bis zur Scheidung. 

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Hinter der Hecke

Schrebergartenalarm – Schnecken, Bierbrunnen & Jacky

 

Klischeeangriff. Hainbuche reiht sich an Hainbuche. Schräg gegenüber wird auf Liguster gesetzt. Der Kies knirscht. Vor lauter Blätter ist nichts zu sehen. So muss sich der Prinz aus Dornröschen gefühlt haben. Größer müsste man sein. So an die zwei Meter fünfzig. Immerhin die Beschreibung stimmt. Ein Torbogen in der Hecke, der Weg in das Reich von Elisabeth und Gunter – ihres Zeichens stolze Schrebergartenbesitzer.

 

Hinter der Hecke, ein wahres Paradies. Weinlaube, Gartenteich, Gemüsebeete, Blumen. Das einzige was fehlt, Gartenzwerge. Zumindest ist keiner in Sichtweite und damit stürzt das erste Klischee schon in sich zusammen. Auch der alte Herr ist nicht da, leider. Ich hätte ihn zu gerne kennengelernt. Immerhin ist er der einzige, der hier in der Kufsteiner Schrebergartensiedlung beim Kaiserlift wohnt. Sein Wohnrecht hat er sich hart erkämpft. Dass er heute nicht da ist, liegt vermutlich an Fanny. Die ist nicht gerade ein Freund von ihm. Dafür wird er von vielen anderen geliebt, was er unverschämt ausnützt und sich meist selbst zum Essen einlädt, wenn irgendwo gegrillt wird.

 

Vom alten Herrn abgesehen, herrscht Hochbetrieb. Ringsum wird geklopft. Gesprächsfetzen durchdringen die Hecke. Eine leichte Brise sorgt für angenehme Kühlung und treibt das Windrad rhythmisch an. Eigentlich eine Windmühle im Miniformat. Wir sitzen am gemütlichen Holztisch. Wir, das sind ein paar Schrebergartler, die mich in ihre Welt von A wie Astern bis Z wie Zwiebel eintauchen lassen. Zwei gemütliche Holzbänke. Über unseren Köpfen wächst eine Weinrebe. Gesprächsthema Schnecken.

 

 

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Alte Liebe rostet nicht

Puch VS50 - Wenn das Glück zwei Räder hat 


Mit einem stolzen Lachen im Gesicht hebt er die Abdeckung und schiebt sie auf die Seite. Darunter eine kleine Schönheit. Eine kleine, alte Schönheit. Geradezu liebevoll streicht er über den Benzintank. „Alles Original!“ Seine Augen strahlen. Kein Wunder, vor ihm steht sein Jugendtraum.


Fahrender Traum

Als er ein Jugendlicher war, beleben Mopeds die Straßen von Kufstein. Für Reinhard Amort steht damals schon fest, er will auch ein Moped. Allerdings nicht irgendeines. Es muss ein Puch VS50 sein. „Ich weiß noch genau, wie die Briefträger damals mit solchen Mopeds gefahren sind. So ein schwarzes Puchmoped war einfach mein Traum.“ Und sollte es auch lange bleiben. Zwar arbeitet der Kufsteiner bei der Post und kauft sich privat ein Moped. Aber an sein Traummoped kommt er nicht ran. „1954 sind diese Mopeds rausgekommen. Da gab es die massenhaft, aber jetzt sind sie fast ausgestorben.“ Als Erwachsener sieht er „sein“ Moped zu Duzenden in der Steiermark in Museen, aber zu kaufen, gibt es seinen Traum nirgends.

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Hobby in der Dose

Wer suchet, der findet

 

 

Der Tisch ist mit Dosen übersäht. Pet-Rohlinge für Insider. Aber was weiß schon ein Muggle. Muggle? Nein, es dreht sich nicht um Harry Potter. Aber um Geheimnisse und verborgene Schätze. Manfred lacht. Sein erstes Mal war – naja. Eine Punktlandung sieht anders aus, aber er wurde vom Virus infiziert. Das war vor vier Jahren. Die Faszination spiegelt sich in seinen Augen. Etwa dreimal im Monat ist Manfred Weidner an den Wochenenden unterwegs. Ihm geht es wie vielen anderen – Suchtfaktor Geochachen.

 

Gesucht: eine Dose Bohnen

Begonnen hat alles mit einer Dose Bohnen. 3. Mai 2000. Oregon, in der Nähe der Stadt Portland. Dave Ulmer versteckt im Wald einen Eimer mit besagter Dose Bohnen, Geldscheinen, einer CD, einer Videokassette, einem Buch und einer Steinschleuder. Die Koordinaten seines „Schatzes“ stellt er ins Internet. Einen Tag später ist der „Schatz“ mit Hilfe eines GPS-Gerätes gefunden und eine Idee geboren – Geocachen. Indirekt seine Hand im Spiel hat auch Bill Clinton. Er lässt einen Tag vor Dave Ulmers „Tat“ den Störsender, der das Satellitensignal der GPS Satelliten absichtlich verschlechtert hatte, abschalten. Damit können auch Zivilpersonen die Satellitensignale für eine Ortung im Meter-Bereich nutzen.

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Kontrolliertes Risiko



Über den Wolken mit Ex-Profisportler Tobias Schiegl


Die Glaskuppel gibt den Blick nach oben frei. Blauer Himmel, etwas Hochnebel. Im Inneren gefühlte 40 Grad. Direkt vor mir die Instrumententafel. Unzählige Schalter und Anzeigen. In der viersitzigen Maschine wird es immer wärmer. Ob ich flugtauglich bin? Mit dieser Frage hat alles begonnen. Es ginge um eine Reportage über Tobias Schiegl. Ehemaliger Rennrodler. Zweifacher Weltmeister, dreifacher Vizeweltmeister im Doppelsitzer. Und jetzt leidenschaftlicher Flieger. Der Motor springt an, nach dem dritten Versuch, sehr vertrauenserweckend. Der Lärmpegel steigt in dem Ausmaß wie die Temperatur sinkt. Tobias sitzt neben mir. Weiße Schildkappe. Spiegelsonnenbrille. Charmantes Lachen. Die Maschine oder besser das Maschinchen rollt auf die Startbahn. Gras. Einige Sekunden später sind wir in der Luft. Im neuen bevorzugen Lebensraum von Tobias.


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Einmal Brennnessel-Chips bitte

Durchstarten und Teetrinken – wenn eine Familie den Kräutern verfällt



Das erste Kräuterbeet war gerade einmal so groß wie ein Küchentisch. Garniert mit „keine Ahnung von Kräutern“. Aber Gott sei Dank gibt es ja die Mama. Auch im Fall von Martin Grünbacher ist seine Mutter der Rettungsanker, die Kräuterexpertin. Das war vor etwa 18 Jahren. Inzwischen hat sich viel getan. Zahlreiche Kräuterlehrfahrten und „Kräuterexperimente“. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und schwimmt gerade in der Teekanne neben mir. Die sonnengelbe Ringelblume zieht langsam ihre Kreise. Dicht daneben zarte rote Blütenblätter. Goldmelisse laut Inhaltsliste. Aus der Tasse vor meinem Bildschirm steigen Rauchschwaden auf und der Geruch von Minze – Lebensfreudekräutertee, na da bin ich einmal auf die Wirkung gespannt. Auf jeden Fall ist der Tee ein Geruchs- und Geschmacksrückblick auf meinen Besuch bei der Familie Grünbacher. Ihre Heimat, ein kleiner Bergbauernhof in Rettenschöss. Ihre Leidenschaft, der Anbau von Heil-, Gewürz- und Teekräutern. Koasakräuter. Die Saison hat für sie bereits begonnen. Vor kurzem waren sie auf „Bärlauchjagd“. Für ihr Kräutersalz.  

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Der Kampf ums richtige Wort

 

Den richtigen Riecher für die Waffe, das Wort 

 


Ihre blonden Locken hüpfen aufgeregt. Von hinten betrachtet erinnern sie an eine Herde Wildpferde, die mit den Füssen trampeln und überlegen in welche Richtung sie rennen sollen. Doch entrinnen gibt es keines. Jetzt nicht mehr. Als sie die Zettel zum dritten Mal durchschaut, fällt einer auf den Boden. Sie hebt ihn auf. Wirft ihre Haare über die Schulter. Steht auf. „Ich hab jetzt etwas ausgewählt“, kommt zwischen einem schüchtern Lachen. Langsam geht sie nach vorne. 60 Augen im Verfolgermodus. Nervosität liegt in der Luft. Stille. Ein Glas wird abgestellt. Stille. Und dann, ganz unvermutet, beginnt sie zu lesen. Bayrischer Akzent.


Der Poetry Slam Workshop im hinteren Bereich der kleinen aber feinen Kufsteiner Buchhandlung fein.kost ist im vollen Gange. Praxisteil. Markus Koschuh hat sich ins Publikum gesetzt und lauscht dem bayrischen Akzent, der von Drogen erzählt. Die Locken hüpfen aufgeregt im Takt ihrer Worte.


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Einfach teuflisch

 

 

 

 

 

 

Eine etwas andere Lebensphilosophie Kaffee & Kardamom

 

 


 

Es ist voller geworden seit meinem letzten Besuch. Hanspeter Teufel hatte mich vorgewarnt. Aber ansonsten, alles gleich liebevoll verrückt. Wie vor fünf Jahren schwebt das Klavier noch immer an einer Konstruktion quer in dem viel zu kleinen Raum. Er hat den Flügel 1989 gekauft, als er in die Wohnung zog. Vorher ausmessen, ob er zu groß ist? Nein. Wieso? Natürlich war er zu groß. Jetzt steht er eben auf einer Stahlträgerkonstruktion und schwebt von der Seite her in den Raum. Darunter ist Platz für ein Podest.

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Rosaroter Schnürsenkel trifft Puck

Foto: Spielgemeinschaft Kufstein / Kitzbühel; Kufsteinerin - das Magazin / Christian Mey
Foto: Spielgemeinschaft Kufstein / Kitzbühel; Kufsteinerin - das Magazin / Christian Mey

 

 

 

Beim Frühjahrsputz mit Vorurteilen aufräumen und die Titel sichern

 

Wenn sie über das Eisfeld flitzen, ist Spielwitz und Schnelligkeit angesagt. Vor einem Jahr gegründet, ist die Spielgemeinschaft der Eishockeydamen Kufstein-Kitzbühel von Beginn an auf Meisterkurs. Auch heuer jagen die Titelverteidigerinnen hinter dem nächsten Meistertitel her mit einer kleinen Portion Rosa im Gepäck.

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STRONGMAN

Foto: Martin Wildauer - Strongman, entnommen aus Kufsteinerin - das Magazin / Christian Mey
Foto: Martin Wildauer - Strongman, entnommen aus Kufsteinerin - das Magazin / Christian Mey

Erfolgreich abseits der Norm - mit Köpfchen

 

52 Zentimeter Bizepsumfang. 75 Zentimeter Oberschenkelumfang. Beeindruckende Zahlen, die mich da erwarten. Am Telefon klingt der Mensch zu dem diese Zahlen gehören allerdings ganz normal. Eine Woche später treffe ich Martin in seiner Wohnung. Er hat Mittagspause. Auf dem Tisch stehen zwei Tassen für den Kaffee. Seine Freundin hat die Tassen hergerichtet, erklärt er mit einem Lachen im Gesicht. Martin lacht viel und er ist zugegeben anders, als ich mir einen Strongman vorgestellt habe. Den Strongman schlechthin. Martin Wildauer - der stärkste Mann der Welt. 

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Wenn die Seele den Körper berührt

 

Ossi Stock - der Kramsacher Karatedo-Lehrer als Pilger 

 

Samstag. Kurz vor sechs Uhr früh. Die meisten drehen sich noch einmal in den Federn um und träumen weiter. Nicht so er. Im Ofen knistert bereits das Holz. Warm ist es trotzdem noch nicht. Das Thermometer zeigt zehn Grad. Aber die Temperatur ist ideal für das, was er vor hat. Vor der Halle fahren die letzten Autos vor. Pünktlichkeit ist angesagt. In den weißen Keikogis wird Aufstellung genommen. „Onegai Shimasu“ - spätestens, wenn diese Worte durch die Halle klingen, sind alle hellwach.  

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NASSKALTE LEIDEN(SCHAFT)

Versprechen muss man halten - auch bei 12°C


Eines ist er sicher nicht – ein Warmduscher. Ob er überhaupt warm duscht? Kaum vorstellbar. 292 mal hat Horst-S. Karrer allein in diesem Jahr den Hechtsee vom 5. April bis zum 4. November der Länge nach komplett durchschwommen – umgerechnet einmal die Strecke von Kufstein nach Wien. Und er hat nicht vor aufzuhören, es ist ja immerhin erst November.

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