Die Sache mit dem TUN

 

 

Vom übergewichtigen Kind zum Ironman - Coachingtipps fürs Leben 

 

Hubert Rattin ist Ernährungsberater, Coach, Trainer. Er hat fünf Ironmen erfolgreich absolviert, Extremsportereignisse wie 24 Stunden Radfahren hinter sich gebracht. Ganz anders ist die Situation als er zwölf ist. Er ist stark übergewichtig, schafft es nicht abzunehmen. Ein einziges Ereignis, legt den Schalter in seinem Kopf um. Er halbiert sein Gewicht in einem Jahr. Damals war es ein glücklicher Zufall. Heute weiß er, aufgrund seiner Erfahrung und seines Fachwissens, woran es liegt, dass man erfolgreich abnimmt oder auch in anderen Bereichen durchstartet.

 

 

Es passierte über Nacht. Nicht, dass er es vorher nicht versucht hätte. Doch er scheitert regelmäßig. Hubert Rattin trinkt einen Schluck Wasser, während er von dem Wendepunkt seines Lebens erzählt. Er war zwölf. 150 Zentimeter groß. 80 Kilo schwer. Übergewichtig. Auf dem besten Weg, zuckerkrank zu werden. Sein Hauptnahrungsmittel: täglich drei große Tafeln Schokolade und drei Liter Milch. „Nach unserer Übersiedlung vom Brixental nach Kufstein habe ich nur noch gegessen, keinen Sport mehr betrieben. Jeder Versuch abzunehmen scheitert, bis zu dieser einen Nacht.“

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MUSTERgültig

 

 

 

Der Modewinter entführt ins Reich der Muster und setzt auffallende Akzente

 

Muster im Material und als Print zeigen Ausdruck. Blusen werden zum Spielpartner und Gegenspieler. Hosen überraschen mit neuen Schnitten. Schwarz bekommt blaue Konkurrenz und verführt am Abend all over als Overall. Das Team von Mode Kink (Kufstein und Ebbs) lädt zur winterlichen Trendschau. 

 

 

 

Blumen im Blick

Lasst Blumen blühen. Der Winter wird floral, der neuen Musterliebe der Designer sei Dank. Muster setzen Konturen, betonen Details wie den tiefen V-Ausschnitt des Kleides (Sistes). Rüschige Aussichten liefern einen mustergültigen Stilbruch zur klaren, figurbetonten Linienführung. Klassische Eleganz bringt die neue italienische Länge knapp unters Knie.

 

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Uuuuuuuunnnnnd Bitte!

 

Sabine Plachel im Statisten-Einsatz

 

Die Waffe liegt neben ihr am Tisch. Sie schiebt die blonde Strähne unter das Barett. Ein gekonnter Griff zur Pistole. Langsam steckt sie sie in den Halfter. Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel. Von außen ist lautes Geschrei zu hören. Die Verfolgungsjagd hat begonnen. Plötzlich reißt jemand die Türe auf. Streckt den Kopf herein. „Komparsen bitte zum Set“, ruft der Regieassistent. Sabine Plachel streift die Dienstuniform glatt, ihr Einsatz.

 

Mit dem Kochbuch zum Film

Wieso ihr damals dieses Buch ins Auge gestochen ist, weiß Sabine heute nicht mehr. „Vermutlich hat mich der Teufel geritten“, lacht sie. Auf jeden Fall hat sie das Kochbuch gekauft. Das war vor elf Jahren. Noch heute hat sie das Kochbuch bei sich zu Hause stehen. Dass sie noch nie ein Rezept daraus gekocht hat, ist eine eigene Geschichte. „Immerhin ist das Buch eine schöne Deko“, kommt es mit einem Schmunzeln. Und ohne dieses Buch, wäre Sabine jetzt nicht eine begehrte Komparsin bei Soko Kitzbühel und dem Bergdoktor.

 

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Das Gefühl Farbe

 

 

 

 

 

 

 

Eine Leidenschaft rund um Pinsel und Leinwand

 

 

Rot. Gelb. Orange. Ein Hauch von Pink. Das Bild gegenüber der Bar könnte bunter nicht sein. Gabi Kaltenböck lacht, nippt an ihrem Cappuccino. Sie hat das Bild extra für diese Wand gemalt. Groß und ausladend wie alle ihre Bilder. Und bunt. „Farben sind mein Leben. Es ist nicht eine einzige Farbe, die mich glücklich macht. Es ist die Summe. Und diese Suche nach Glück treibt mich an. Ich kann das nicht ändern. Selbst, wenn ich ein beiges Bild malen möchte, es wird bunt. Außer in diesen drei, vier Wochen.“ Drei, vier unberechenbare Wochen. Jedes Jahr wieder. 

 

 

 

 

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Irschitz - Querdenker - Vordenker

 

 Der Architekt, der zum Mediakünstler wurde

 

 

Seine Abschlussarbeit ist es, die dem Kufsteiner Oliver Irschitz eine Parallelwelt entdeckt lässt. Angezogen von den unendlichen Möglichkeiten der virtuellen Welt wird er zum Quer- und Vordenker, der die Schnittstelle zwischen realer und virtueller Welt als seine neue Heimat auswählt. Lange vor Apple benutzt er das „i“; für seinen iTube, die iWall oder auch den iTable. Er taucht in die virtuelle Welt ab, als noch kaum jemand dort ist, lässt sich auch von einem Konkurs nicht aufhalten. Ein Leben in der Zukunft.

 

 

Die Kanten der rechteckigen Röhre sind abgerundet. Drei ineinander verschachtelte Teile, die wie ein Fernrohr auseinandergezogen werden können. Von außen lässt die Röhre nicht im entferntesten erahnen, was einem im Inneren erwartet. Ein Schritt in eine andere Welt, in die interaktive Multimediaröhre. Der iTube. Das Herzstück des iTubes ist der iFrame. Ein Lichtvorhang, der Handbewegungen in der Luft erkennt. Heute Standard. Damals als der Kufsteiner Oliver Irschitz 1999 den iFrame entwickelt eine Neuheit. „Die Idee war, den iTube für Roadshows und mobile Präsentationen einzusetzen“, erklärt Irschitz. Die Euphorie ist groß, vorerst.

 

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Ein Ball & zwei Becher

 

 

 

 

Spieleerfinder Markus Vogel und sein ganz und gar nicht spielerischer Erfolgsweg

 

Markus Vogel stapelt die beiden Becher ineinander, schnippt den orangen Ball hinein und stellt sie auf das Fensterbrett. Zwei längliche Becher mit dem Schriftzug „Bassalo“, seine „Babys“. Aus der Kaffeetasse vor ihm steigt Dampf auf. „Der Kaffee hat vieles an meiner Unternehmerlaufbahn verändert“, beginnt Markus Vogel mit einem Blick auf die Tasse zu erzählen. „Aber die Sache mit dem Kaffeesatz war erst später, ich fange besser von vorne an.“

 

Die Chipsdosen und der Vortrag

Alles begann 2010. Markus arbeitet in einer Spedition. Er verdient gut. Ein geregeltes Leben. Nebenbei macht er eine Ausbildung zum diplomierten Freizeit- und Outdoortrainer. Und dort passiert es. Ein Spieleerfinder hält einen Vortrag über sein Produkt von der Entwicklung bis zum Verkauf. „Es klang alles einfach und geradlinig und da ist mir dieses Ballspiel von der Unizeit wieder eingefallen.“ Ein Freund hatte es aufgebracht. Zwei leere Chipsdosen und ein Ball, der mit den Dosen hin und her geworfen wird. Innerhalb von Minuten wird aus dem Gedanken eine Idee. Markus geht nach dem Vortrag zu dem Unternehmer. Erzählt ihm von dem Spiel.

 

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Der Tote am Stripsenjoch

 

 

 

Waltraud Brunner verwandelt das Stripsenjochhaus zum Krimischauplatz

 

Der Tote liegt in der Gondel, das ist schon einmal fix. Sie geht allein. Rechts und links die Bergwände. Immer wieder kommt ihr in den Sinn, dass es eigentlich eine Schnapsidee ist. Außer Vogelgezwitscher ist nichts zu hören. Idyllische Ruhe. Nur nicht in ihrem Kopf. Nie hätte sie sich das gedacht, als sie heute im Stripsenjochhaus zugekehrt ist. Ihre Gedanken fahren Achterbahn. Noch heute schüttelt Waltraud Brunner belustigt den Kopf, wenn sie an diesen Tag denkt. „Ich bin den Weg vom Stripsenjochhaus ins Tal gegangen, 600 Höhenmeter. Als ich unten ankam, war das Konstrukt zu meinem Krimi fertig und Schuld an allem ist eigentlich der Bruder das damaligen Wirtes.“

 

 

 

 

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Der Tanz

 

 

Eine Leidenschaft die aus dem Takt kam und zur großen Liebe wurde.

 

 Wie zum Beweis streckt sie ihre Arme auf die Seite. „Du gehst immer bis ans Ende der Bewegung siehst du.“ Ihre Haare hat sie nach hinten gebunden. Jogginghose. Shirt. Freizeitlook. Vor ihr am Küchentisch steht ein Cappuccino. Ihre Hände scheinen immer noch weiter auf die Seite zu wachsen. Ihre Finger sind gestreckt, bis in die Spitzen. Mit einem Lachen lässt Selina Lettenbichler die Hände wieder sinken. Am Nachmittag steht ein Tanzworkshop an. Die Vorfreude ist unverkennbar. Heute. Vor drei Jahren war das anders. Die Tänzerin hatte alles hingeschmissen. Den perfekten Ausbildungsplatz aufgegeben für den sie so gekämpft hatte. Ein Entschluss mitten in einer Yogastunde.

 

Erkenntnis im Vorbeigehen

Als Jugendliche lebt Selina mit ihren Eltern in Tirol. Ihr Leben gehört dem Wettkampf. Sportaerobic. Fünf- bis sechsmal die Woche Training. „Ich war schon immer dieser Krafttyp, wollte mich austesten, Wettkämpfe machen, auch wenn ich vor Nervosität fast gestorben bin.“ Mit 16 zieht ihre Familie nach Oberaudorf. Für Selina nach sechs Jahren der Ausstieg aus der Sportaerobicwelt. „Ich war nicht richtig traurig darüber. Es war eine wunderschöne Zeit, aber du siehst auch nichts anderes, du bist in dieser Leistungssportsucht.“ Dass ihr Leben der Sport ist, ist ihr allerdings klar. Sie geht nach München in die Bode Schule, beginnt die Gymnastiklehrerausbildung. Und dort passiert es. „Wir hatten viele Tanzbereiche in der Ausbildung und plötzlich wurde mir klar, das ist es. Diese weichen Bewegungen, dieser Ausdruck. Ich wusste, das will ich machen.“

 

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Alm Geflüster

 

Die Sennerin vom Thierseetal

 

 

Bedächtig krault Marlies Hirschi über den Kopf. Hirschi gefällt es sichtlich, vorsichtig lehnt sie sich gegen die Sennerin. Marlies lacht und gibt ihr einen Schubs. „Ja ich verwöhne sie schon etwas, aber sie ist einfach meine Lieblingskuh.“ Hirschi ist sozusagen ihre Verbündete. Gemeinsam haben die zwei ihr Almleben vor drei Jahren hier auf der Alm im Thierseetal begonnen.

 

Dienstag und drei Äpfel

Ein Marmeladenglas mit einem kleinen Strauß Wiesenblumen ziert den Tisch in dem Küchen-Wohnraum der Alm. Auf der blau-weiß getupften Bank dahinter ist ihr Lieblingsplatz. Dort hält Marlies gegen zehn Uhr nach der morgendlichen Stallarbeit ihr Vormittagsschläfchen. „Wenn du um vier, halb fünf aufstehst, dann brauchst du auch einmal eine Pause“, sagt Marlies bevor sie hinter einer Holztür verschwindet. „Mein Vorratsraum.“ Steinwände sorgen in dem kleinen Raum den ganzen Sommer über für angenehme Kühle. „Der Kühlschrank hier herinnen ist eigentlich fast überflüssig“, meint Marlies lachend während sie den Inhalt des Obstkorbes durchschaut. Ein Zwiebel, drei Äpfel, vier Bananen. Heute ist Dienstag. Nachschub kommt erst am Wochenende, wenn ihr Mann zu ihr auf die Alm fährt. Vor allem die morgendliche Banane ist wichtig, die braucht sie schon wegen Brunelli.

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Neue Länge - weite Aussichten

 

 

 

Der sanfte Herbst streckt seine Ausläufer in den coolen Sommer

 

Kleider in der neuen Midi-Länge liefern sich einen gekonnten Schlagabtausch mit extravaganten Shorts, die den Miniröcken den Rang ablaufen. Eine unkonventionelle Coolness trifft auf den heimeligen Touch der Folklore, während der Herbst sanfte Töne vorausschickt. 

 

 

 

Das Hemd sieht Midi

 

Die Modewelt leiht sich diesen Sommer den coolen Business-Hemdenlook für luftige Kleider aus. Das Hemdenkleid ist zurück und zwar Midi - die neue Länge für sommerliche Leichtigkeit. Die betonte Mitte sorgt für eine feminine Note. Mode French Connection

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Ganz in Weiß die Festung im Blick

Die luftig leichte Treppe fällt beim Betreten des Hauses als erstes auf. Offene Lärchenholzstufen. Gelaugt, gebürstet und weiß geölt. Gegenüber dem Eingang gelegen gibt die Treppe durch ihre offene Gestaltung, den Blick frei auf den Essbereich am anderen Ende des Hauses. Die Glaswand zur Abtrennung des Treppenaufganges versprüht zusätzliche Transparenz. Eine Leichtigkeit, die das ganze Haus nahe des Zentrums von Kufstein auszeichnet.

 

Ganz in Weiß

Eine einzige Farbe dominiert das Innere des Hauses und zieht sich wie ein roter Faden durch das Einrichtungskonzept. Weiß. „Unser Bestreben war es, einen Stil im gesamten Haus zu verwirklichen und so die einzelnen Bereiche harmonisch miteinander zu verbinden. Eine schnörkellose Einrichtung und eine geradliniger Optik war unser Ziel. Und diese Schlichtheit wollten wir auch durch die Farbgestaltung der Räume ausdrücken“, erklärt der Hausherr das Konzept hinter der Innengestaltung. Vor allem wollte das Paar aber auch die Geradlinigkeit, die das Haus nach außen hin ausmacht im Inneren fortsetzen.  

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Abstecher

 

 

 

 

Frischer Wind für klassische Trends

 

Harmonische Erdtöne, blau-weiße Welten, bunte Farbreigen für markante Highlights, die aktuelle Mode zeigt sich vielfältig mit einer edlen Prise Weiblichkeit. Coole männliche Looks verführen mit weiblicher Note. Der klassische Biker- und Armystyle überraschen mit edlem Chic. Hosen orientieren sich an der beschwingten Weite von Röcken und setzen mit Culottes auf einen gänzlich neuen Stil.

 

Happy Hippie

Der Boho Style des Sommers 2016 präsentiert sich erdverbunden. „Gebrannte Erde“ empfängt als Farbthema den Sommer ganz natürlich. Wallende Ethonkleider der 70ziger bekommen Konkurrenz durch Shorts. Hingucker: Ärmellose lange Häkeljacken, die mit der Kürze der Shorts brechen. Alle Teile von Please: „be happy in Please“.

 

 

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Ick bin ne Diva

Der Hut hat ein sattes Rot. Sie hat ihn leicht in die Stirn gezogen. Als sie das Café betritt, ist das mehr ein Erscheinen als ein simples Hereinkommen. Das Cape schwingt im Rhythmus ihrer Schritte. Der Hauch einer Diva umweht Varina Weinert. Sie lacht auf die Frage, ob sie sich denn als Diva sehe. „Optisch falle ich schon gerne auf. Wer mich nur flüchtig kennt oder auf der Bühne sieht, der könnte schon den Eindruck erlangen, dass ich eine Diva bin, dabei bin ich ganz umgänglich. Wobei ich ehrlich gesagt ein Fan von Diven wie Marlene Dietrich bin, weil sie Kraft ausstrahlen.“ Starke Frauen in intensiven Geschichten sind es auch, die sie am liebsten auf der Bühne verkörpert. Auch, wenn sie daran schon fast zerbrochen ist.

 

Entdeckt

Varina sitzt neben ihren Eltern im Publikum. Sie ist gerade einmal sechs Jahre alt. Eigentlich sollten alle Augen auf ihre Schwester und deren Auftritt im Rahmen der Musikschule gerichtet sein, doch ein Musiklehrer hat nur Augen für Varina. Das kleine Mädchen singt mit, gibt sich, als stünde sie auf der Bühne. Der Musiklehrer spricht die Eltern an, überzeugt sie, Varina zum Gesangsunterricht zu schicken. Der Beginn ihres Bühnenlebens. Varina bekommt klassischen Gesangsunterricht. Und da sie keine Bühnenangst hat, singt sie schon ein Jahr später vor Publikum. Singen wird ihre große Leidenschaft, bis zu diesem einen wunderschönen Tag.

 

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Fashionista

 

Die Schuhe stehen vor dem Schrank. Liebevoll drapiert auf einer Schachtel. Schwarz mit goldenen Nieten. Rund um die Schuhe auf Höhe des Fußbettes reiht sich eine Niete an die andere. Wie glänzende Stacheln. Das Licht der Kellerlampe spiegelt sich in ihnen. Auf der hinteren Seite der Schuhe prangt in goldenen Lettern: Marc Jacobs. Michaela strahlt, als sie einen der Schuhe aufhebt. Ein Aushängeschild ihrer Leidenschaft. Und doch wird sie die Schuhe wie so manches andere Teil ihrer Sammlung nicht tragen.

 

Marken, Marken, Marken 

Michaela Jovanovic sieht aus als wäre sie gerade einem Modemagazin entsprungen. Die blonden Haare zu leichten Wellen geföhnt, die Augen perfekt geschminkt. Um ihren Hals baumelt eine goldfarben Kette, an der die vielsagenden Buchstaben D&G prangen. Doch der Blick wandert unwillkürlich weg von der Wahlkufsteinerin hin zum raumhohen Schrank hinter ihr. Die weißen Türen stehen offen. Die einzelnen Regale im Inneren wirken wie kleine Schaufenster. Ein Laufsteg der Marken: Liebeskind, Marc Jacobs, Liu Jo, DKNY, Miu miu, Joop!. „Wenn dann muss es schon eine Markentasche sein“, kommt es von Michaela lachend. Allerdings ist es nicht eine Markentasche. Es sind über 70.

 

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Burgfräulein

 

 

Irgendwie erinnert die Geschichte von Sandra Holzer an Aschenputtel. Nur, dass es nicht ein gläserner Pantoffel ist, den sie verliert und der verlorene Schuh nicht einen Traumprinzen, dafür aber eine ungeahnte Leidenschaft in ihr Leben bringt.

 

 

 

In der Ferne sind Dudelsäcke zu hören. Der Regen prasselt seit Stunden rhythmisch auf die Zeltplane. Es riecht nach Feuer. Zwei Ritter stapfen an ihr vorbei. Schemenhaft hebt sich hinter der Wiese die Burg ab. Der Duft von gegrillten Maiskolben lockt sie an. Das kostbare Kleid des Burgfräuleins vor ihr ist bis zu den Knien mit Schlamm bespritzt. Mit jedem Schritt bahnt sich mehr Wasser den Weg in ihre Schuhe. Doch der Klang der Dudelsäcke treibt sie weiter. Hinein in die braune Brühe.

 

Virus Mittelalterrock

„Ich hätte mir nie gedacht, dass mich das so fasziniert. Noch dazu, weil ich den Fasching überhaupt nicht mag.“ Sandras Augen glänzen. Strahlend erzählt sie von ihren Anfängen vor fünf Jahren. „Ich habe von dem Mittelalterfest in Telfs gelesen und da stand etwas von einer Band, die Mittelalterrock spielt.“ Die Langkampfnerin, die immer schon auf deutschsprachigen Rock geschworen hat, sucht im Internet nach der Band und hört ihr erstes Mittelalterrocklied. „Ebenbild“. „Ich war sofort begeistert.“ Infiziert vom Mittelalterrockvirus besucht sie in den kommenden Monaten Konzerte der Gruppe, um dann von ihrem Auftritt bei MPS in Bad Eibling zu erfahren. MPS steht für Mittelalterliches Phantasie Spektakel. Ein reisendes Mittelalterfestival. Von April bis Oktober gastiert das Festival jedes Wochenende an einem anderen Ort in Deutschland. „Ich bin nur wegen der Gruppe hin, ohne die geringste Ahnung was mich dort erwartet. Wobei, ich hätte es sowieso niemanden geglaubt.“

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Der geheime Kufsteiner Olympiasieger

 

 

 

Josef Feistmantl, der Optiker der einst Gold nach Österreich brachte

 

Josef Feistmantl ist gerade einmal 24 Jahre alt, als er 1964 in Innsbruck Olympiasieger im Doppelsitzer-Rodeln wird. Es war ein Rennen unter äußerst kuriosen Bedingungen. Doch nicht nur diese Fahrt, sondern auch der eigentliche Höhepunkt seiner Sportlerkarriere verlief alles andere als geplant. Ein Blick in eine gefährliche Vergangenheit.

 

 

Die Kaffeekanne

 

Der alte Bauernkasten spiegelt sich in der silbernen Kaffeekanne. Samt dem restlichen Service steht die Kanne mitten auf dem großen Tisch gegenüber der Eingangstüre. Schön anzusehen für den unwissenden Besucher, für Josef Feistmantl ein bittersüßer Blick in seine gefährliche Vergangenheit.  

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Die Fitness-Friedl

 

 

Die Frau, die mit 91 Jahren das Fitnessstudio rockt

 

Der Schnee knirscht unter Friedls Füßen. Ihre lilafarbene Winterjacke ist der einzige farbige Lichtpunkt im Morgengrauen. Die Straßenlaternen bekommen langsam Konkurrenz von den Lichtern der Häuser. Kufstein beginnt zu erwachen. Frühstückszeit. Nur nicht für Friedl. Sie hat nur ein Ziel. Ein eisiger Wind bläst, doch das bemerkt sie nicht, viel zu groß ist die Vorfreude auf die nächsten zwei Stunden. Sie schwingt sich auf ihr Fahrrad und radelt trotz Winterwetter los. Das Rad ist ihre heimliche Liebe. Ohne ihr Fahrrad geht gar nichts Sommer wie Winter. Es gehört zu ihrem Leben dazu wie das Fitnessstudio; viermal die Woche. Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag. Nur an ihrem Geburtstag war sie nicht. An ihrem 91. Geburtstag vor zwei Monaten.

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Ein Skistock als Ratgeber

 

 

 

25 Jahre nach ihrem einzigen WM-Erfolg blickt Ex-Skirennläuferin Ingrid Salvenmoser zurück

 

 

Als der Skistecken fliegt, spürt sie, dass es vorbei ist. Es ist der 20. Jänner 2001. Ein perfekter Tag. Europacuprennen in Elbigen Alp. Slalomspezialistin Ingrid Salvenmoser hat sich allein auf die Saison vorbereitet, zum 2. Mal in ihrer Karriere. Doch dieses Mal ist alles anders.

 

 

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Der sich durch´s Leben schnitzt

Stefan Käser, der Schnitzer vom Niederndorferberg

 

Wenn Stefan Käser in seine Werkstatt geht, vergisst er alles um sich herum. Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Auch, wenn seine Eltern dagegen waren. Doch schon als kleiner Junge gab es für ihn nur eines: Schnitzen. Und um seine Werke möglichst echt zu gestalten, musste auch seine Schwester Opfer bringen.

 

 

Es riecht nach Holz. Als er aufsteht, fallen die Holzspäne von seinem blauen Schurz. Sie fallen auf den Boden, der schon längst von Spänen übersät ist. Über den halbhohen Kasten rechts von ihm ziehen Kühe gefolgt von einem Wildschwein. Die Wände sind über und über voll mit modernen und klassischen Christuskreuzen, Madonnenfiguren und Engeln. Gleich neben dem Eingang seilt sich ein Bergsteiger mit Tirolerhut von der Decke ab. Es ist wie ein Schritt in eine andere Welt, wenn man das Reich von Stefan Käser betritt. Vom hektischen Alltag in ein Land der Ruhe ganz aus Holz.

 

 

Der Bub und das Messer

Über 40 Schnitzeisen liegen fein säuberlich aufgereiht auf dem kleinen Tisch neben seinem Arbeitsplatz in der Mitte des Raumes. Stefan Käser legt das Schnitzeisen, mit dem er gerade einer Kuh den letzten Schliff verpasst hat, zu den anderen. Seine Werkstatt, seine Schnitzeisen, seine Kostbarkeiten um ihn herum, das alles ist sein wahr gewordener Traum. Der gelernte Holzbildhauer schnitzt seit er denken kann. „Schon als kleiner Bub war ich immer mit einem Messer unterwegs. Ich wollte einfach nur schnitzen.“ Und er war damals schon reich an Ideen, wenn es um seine Schnitzereien ging. Um seinen Werken das gewisse Etwas zu verleihen, hatte Stefan als Kind mitunter auch außergewöhnliche Einfälle. Für deren Umsetzung ging er wenn auch nicht über Leichen aber doch sehr weit.  

 

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Modetrends Winter 2016

 

 

HELLO AGAIN

Extravaganz zieht an

Hello again“ - das könnte man den neuesten Trends entgegen rufen. Pailletten, Leo und Military geben sich ein Stelldichein. Wie man Leo und Co im heurigen Winter perfekt kombiniert, erklärt Modeexpertin Romana Szuchowsky vom Simpl Store in Kufstein.

 

 

 

Das hatten wir doch schon“ - ja, dieser Gedanke könnte bei den neuesten Trends wirklich das eine oder andere Mal aufkommen. Doch Vorsicht: alt ist nicht gleich neu. Leoprint verliert seine rockige Seite und wird feminin. Military setzt auf edle Akzente, Pailetten verführen mit Understatement und wer plötzlich Rot sieht, ist auf der richtigen Trendspur.

 

 

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